{"id":2831,"date":"2021-12-13T08:38:17","date_gmt":"2021-12-13T08:38:17","guid":{"rendered":"http:\/\/tus08senne1-fussball.de\/?p=2831"},"modified":"2021-12-13T08:39:14","modified_gmt":"2021-12-13T08:39:14","slug":"vorwochenhypothek-zu-hoch-riserva-kann-ravensberg-nicht-stoppen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/tus08senne1-fussball.de\/?p=2831","title":{"rendered":"Vorwochenhypothek zu hoch \u2013 Riserva kann Ravensberg nicht stoppen"},"content":{"rendered":"<p>(SM) Am Ende war die Hypothek f\u00fcr den teuer erkauften Vorwochensieg zu hoch. Die Riserva verlor gegen den Tabellenf\u00fchrer aus Ravensberg am Ende zwei Tore zu hoch aber verdient.<\/p>\n<p>Die furiose Aufholjagd der Senner Zwoten seit Mitte Oktober hat ausgerechnet im heimischen Wohnzimmer am Waldbad einen herben D\u00e4mpfer erlitten. Dabei verlor man die Partie gegen den nur um vier Punkte hinter der Optimalausbeute liegenden Tabellenprimus aus dem Altkreis im Prinzip bereits nach acht Minuten, in denen sich die Senner kollektiv im desastr\u00f6sen Tiefschlaf befanden. Letzten Endes beginnt die Geschichte um die Niederlage in dem Spiel, in dem man sich eigentlich so viel vorgenommen hatte, bereits eine Woche zuvor, beim Herzschlagsieg gegen Kellerkind Hillegossen in der Schlussminute. Doch neben mehreren B\u00fcndeln Nerven, hatte dieses Spiel auch zwei Figuren gekostet, die Erscheinung, Auftreten und Dominanz der Riserva in den letzten Wochen neben anderen sehr stark gepr\u00e4gt haben. Die Rede ist von Torh\u00fcter Sven Terveer, der die letzten acht Wochen nahezu fehlerfrei gehalten hatte, sowie von Spielertrainer Frank Rott, der als intellektueller Regisseur und Fu\u00dfballvirtuose im Zusammenwirken mit Mirko Cacic, Lukas Hentschel sowie den Fl\u00fcgelspezialisten Tom Friedrich und Alexander Schulze das Senner Spiel gestaltete und in dem Moment Verantwortung f\u00fcr das Team \u00fcbernahm, als Trainer Ahmet Yildirim bef\u00f6rdert wurde. Terveer holte sich im ungem\u00fctlichen Kick gegen Hillegossen eine Oberschenkel Zerrung, Frank Rott zog sich eine schwere Schulterprellung zu, beide fielen f\u00fcr den Vergleich gegen den Tabellenersten aus. Aber &#8211; und auch da muss man ehrlich sein -, waren es auch die Gesamtbegleitumst\u00e4nde einer sehr bewegten Hinrunde, die ihren Teil zur am Ende deutlichen Niederlage beitrugen. Die Trainingsbeteiligung wankte auch in den letzten, durchaus erfolgreichen Wochen regelm\u00e4\u00dfig zwischen vier und vierzehn, zu wenig, wenn man eine Partie, wie die gestrige, erfolgreich gestalten will. Ich bin aus dem Alter raus, um mir \u00fcber die Begr\u00fcndungen hinsichtlich der Nichtteilnahmen Gedanken zu machen, daher m\u00f6chte ich hier nur festhalten, dass es einfach zu wenig war. Auch die Auflagen der Bundesregierung zur Teilnahme am Amateursport ist f\u00fcr die Senner, nat\u00fcrlich neben anderen Teams, eine heikle Entwicklung. Bis heute fehlt der wohl auf Jahre gesehen konstanteste Innenverteidiger der Senner Mannschaft, zwei Spieler konnten nach Wochen erst kurzfristig wegen der erforderlichen Impfungen wieder zum Team sto\u00dfen, eine weitere B\u00fcrde. Aber, und das muss auch erw\u00e4hnt werden, die G\u00e4ste nutzten, hervorragend auf die Senner Mannschaft eingestellt, die notorisch schw\u00e4chste Phase des Waldbadensembles gleich zu Beginn, um quasi innerhalb von acht Minuten die Partie zu entscheiden. Eine Sache also, die sich die Senner unbedingt f\u00fcr die R\u00fcckrunde ins Aufgabenbuch schreiben m\u00fcssen. Erich Klassen im Senner Tor hielt einige Male \u00fcberragend und auch regelm\u00e4\u00dfig absolut sicher, sah aber bei den Treffern zum 0:2 und 2:4 ausgesprochen ungl\u00fccklich aus. Jan Hendrik R\u00fcter zeigte sich nach zuletzt regelm\u00e4\u00dfig konstant starken Partien unsicher, \u00e4hnliches galt f\u00fcr Ivo Dalhoff, der nicht an seine \u00fcberragenden Leistungen z.B. gegen Peckeloh III anschlie\u00dfen konnte. Kris Naporra m\u00fchte sich nach Kr\u00e4ften, der f\u00fcr ihn eingewechselte Burhan Tokman offenbarte nach seiner Roten Karte Trainingsr\u00fcckstand und mangelnde Spielpraxis. Jan Gruner agierte konstant und insgesamt souver\u00e4n, war aber stets gefordert und konnte die M\u00e4ngel in der Defensive nicht ausb\u00fcgeln. Mirko Cacic offenbarte im Spielaufbau ungewohnte M\u00e4ngel in der Pr\u00e4zision und leitete direkt mit seinem ersten Fehlpass den G\u00e4stekonter zum 0:1 ein. Lukas Hentschel setzte eins-zu-eins die Vorgaben von Coach Rott um und spielte einen ungem\u00fctlichen, ekeligen Sechser, kam aber spielerisch kaum zur Entfaltung. Tom Friedrich war nach Wochen der Verbannung wieder hochmotiviert am Start und konnte den wichtigen Anschlusstreffer ermogeln, war aber insgesamt zu wenig ins Spiel eingebunden, \u00e4hnliches galt f\u00fcr sein Pendant Alexander Schulze, dessen \u201eTurbo\u201c eigentlich nur beim 2:3 sehenswert zum Einsatz kam. Mert Kilic war mit dem verdienten Startelfeinsatz auf der \u201e10\u201c sichtlich \u00fcberfordert, der f\u00fcr ihn bereits nach 25 Minuten ins Spiel kommende Okan Tokman hatte zwar einige gute Einzelszenen, die aber verpufften. Marc Wittler in der Offensive konnte gegen die bullige Ravensberger Innenverteidigung zwar einige B\u00e4lle gut festmachen, zeigte aber so gut wie keine Durchschlagskraft als Sturmspitze. Daran wird zu arbeiten sein. Von der Bank kam ansonsten noch der schwer angeschlagene Frank Rott sowie Lars Trapp, beide konnten aber an der Niederlage nichts mehr \u00e4ndern.<\/p>\n<p>Die Niederlage als solche geht vor dem Hintergrund des Spielverlaufs auch v\u00f6llig in Ordnung. Ravensberg trumpfte von Beginn an druckvoll auf und nutzte die kollektiv desolate Anfangsphase der Senner f\u00fcr eine komfortable 3:0-F\u00fchrung, die aber erstmal auf dem winzigen Senner Kunstrasen nicht allzu viel zu bedeuten hat: Dem 0:1 geht ein Fehlpass von Cacic voraus, die Senner werden in der Vorw\u00e4rtsbewegung b\u00f6se getroffen, Erich Klasen h\u00e4lt im eins gegen ein sowie im Nachschuss sensationell, auch ein zweiter Nachschuss kann geblockt werden, doch dann beim dritten Mal ist der Ball halt drin. Dem 0:2 aus knapp 30 Metern geht ein Stellungsfehler vom Senner Keeper voraus, allerdings senkt sich die Kugel auch in Sonntagsschussmanier in die Senner Maschen. Bei Ravensberg klappte einfach alles. Beim 0:3 werden die Senner wieder ausgekontert und k\u00f6nnen dem flinken Rechtsau\u00dfen der G\u00e4ste nicht hinterherkommen. Klassen dr\u00e4ngt den Spieler zwar im Rauskommen weit nach rechts ab, aber aus spitzestem Winkel trifft der Ravensberger dennoch zum 0:3 nach acht Minuten.<br \/>\nTom Friedrich kann nach einer kurzen Konsolidierungsphase bei den Sennern ein Abstimmungsproblem zwischen Innenverteidiger und Torwart der G\u00e4ste zum 1:3 nutzen, kurz darauf wirft Schulze nach Cacic Pass den Turbo an, entkommt auf Rechtsau\u00dfen und knallt den Ball an den Innenpfosten, von wo aus die Kugel ins Tor springt. Danach entwickelt sich eine hektische Partie, in der der Jungschiedsrichter sichtlich \u00fcberfordert ist und den G\u00e4sten, die clever jeden K\u00f6rperkontakt mit lautem Schreien, als lebensbedrohlich erscheinen lassen, zu zahlreichen Standards verhilft. Spielfluss und alles weitere sind von da an bis zur Pause gebrochen.<\/p>\n<p>Zwar nehmen sich die Senner f\u00fcr den zweiten Durchgang nochmal vieles vor, es gelingt aber kaum noch, die starke Innenverteidigung der G\u00e4ste in Bedr\u00e4ngnis zu bringen. Die Partie bleibt h\u00e4sslich und hektisch, wie das Wetter an diesem nasskalten dritten Advent. Die G\u00e4ste nutzen einen von zahllosen Freist\u00f6\u00dfen f\u00fcr die Vorentscheidung zum 4:2, Klassen im Senner Tor bekommt gegen den hart aber relativ zentral geschossenen Standard nur einen Arm hoch, sodass die Kugel im Netz zappelt. Danach hat Senne zwar noch gef\u00fchlte Gelegenheiten, aber wirklich zwingend passiert da nicht mehr wirklich etwas. Kurz vor Ende springt der G\u00e4stezehner mit beiden Beinen gestreckt voran in seinen Gegenspieler und erh\u00e4lt eine sehr milde Gelbe Karte, verletzt sich bei der Aktion aber selbst. Die G\u00e4ste lassen sich trotz F\u00fchrung dann noch zu ein paar weniger sympathischen Aktionen hinrei\u00dfen, naja, am Ende gab ihnen das rein sportliche Ergebnis irgendwie auch recht. Burhan Tokman und Jan Henrik R\u00fcter bereiten den G\u00e4sten dann noch per Slapstickeinlage frei nach dem Motto \u201eKommunikation w\u00e4re gut gewesen\u201c den Weg zum 5:2, w\u00e4hrend beide Senner am Boden liegen, braucht der G\u00e4steangreifer nur noch an Erich Klassen vorbei ins Tor zu schieben. Nochmal Burhan Tokman wird dann sogar Passgeber zum, in Anbetracht der Gesamtereignisse, sehr schmeichelhaften 6:2.<\/p>\n<p>An f\u00fcnf von sechs Gegentoren hat man durch teilweise schwere Fehler selbst mitgewirkt, gegen einen gnadenlos effizienten Tabellenf\u00fchrer, der bis auf beim 1:3 keine Fehler machte, war das unterm Strich einfach zu wenig, oder eben zu viel, je nach Sichtweise. Nicht alle, aber viele Akteure im Senner Kollektiv holen sich ihre Sicherheit und gute Performance \u00fcber das Training. Die zahllosen Unsicherheiten dokumentieren, dass hier vieles leider fehlte.<\/p>\n<p>Die furiose Aufholjagd der letzten Wochen hat nun zwar einen D\u00e4mpfer erlitten, jetzt hei\u00dft es, sich mit einem positiven Erlebnis aus dem schweren Jahr 2021 zu verabschieden. Am Dienstag und am Freitag wird nochmal trainiert, ehe man am kommenden Vierten Advent in der Partie gegen TG H\u00f6rste in Halle den vorletzten Hinrundenspieltag begeht und in eine ausgesprochen kurze Winterpause \u201eeindreht\u201c, die bereits am 6. Februar mit der letzten Hinrundenpartie gegen FC Delta wieder beendet sein wird.<\/p>\n<p>Ich hoffe, man sieht sich bereits am Dienstag zahlreich zum Training sowie zum Abschlusstraining verkn\u00fcpft mit der Mini-Weihnachtsfeier am Freitag.<\/p>\n<p>Man of the Match: Lukas Hentschel<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(SM) Am Ende war die Hypothek f\u00fcr den teuer erkauften Vorwochensieg zu hoch. 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