{"id":2795,"date":"2021-11-15T11:54:58","date_gmt":"2021-11-15T11:54:58","guid":{"rendered":"http:\/\/tus08senne1-fussball.de\/?p=2795"},"modified":"2021-11-15T11:55:03","modified_gmt":"2021-11-15T11:55:03","slug":"63-wahnsinn-im-wohnzimmer-riserva-besiegt-einmal-mehr-all-peckeloh-auswahl","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/tus08senne1-fussball.de\/?p=2795","title":{"rendered":"6:3 Wahnsinn im \u201eWohnzimmer\u201c \u2013 Riserva besiegt einmal mehr \u201eAll-Peckeloh&#8220;-Auswahl!"},"content":{"rendered":"<p>Ich bin in den letzten anderthalb Jahren h\u00e4ufiger gefragt worden, woran man eigentlich denkt, wenn man bei einem Luftangriff, bei Sirenengeheul nebeneinander gekauert in einer schmalen Betonr\u00f6hre hockt und in bitterkalter, feuchter Nacht stundenlang auf den n\u00e4chsten Einschlag eines ballistischen Gefechtskopfes wartet. Nun, da sind in erster Linie Gedanken an die eigene Familie, die Geburt der Kinder, gute Freunde und Weggef\u00e4hrten sowie sch\u00f6ne Momente, die einem das Leben bis dahin geschenkt hat. Einen dieser -f\u00fcr einen passionierten Kreisligakicker- sch\u00f6nen, enorm emotionalen Momente hat mir die 2. Mannschaft des TuS 08 Senne I am 7. Juni 2019 geschenkt: Damals besiegte man die schier \u00fcberm\u00e4chtig erscheinende Auswahl vom SC Peckeloh III in einem dramatischen Aufstiegsendspiel vor hunderten Fans auf der Hartalm mit 2:1 \u2013 eine Sternstunde Senner Fu\u00dfballhistorie!!<\/p>\n<p>Zeitsprung! Knapp zweieinhalb Jahre sp\u00e4ter sollte sich das Szenario unter beinahe gleichen Vorzeichen, dieses Mal auf dem kleinen Kunstrasen am Senner Waldbad, wiederholen. Die Riserva konnte auf keine Verst\u00e4rkung aus der eigenen Ersten hoffen, Ex-Zwote Coach Ahmet Yildirim befindet sich mit dem Waldbadexpress in einer Findungsphase und nahm verst\u00e4ndlicherweise alle Akteure seines Kaders zum schweren Ausw\u00e4rtsspiel in Rheda mit. Die zuletzt zum Kader der Zwoten gesto\u00dfenen Flori Helmke und Marcel Landgraf weilten im wohlverdienten Urlaub (Genie\u00dft ihn, Jungs!) und auch weitere zuletzt reaktivierte Standby-Kr\u00e4fte waren beruflich bedingt verhindert. Die G\u00e4ste aus dem Altkreis (zuletzt zwei Mal erfolgreich) hingegen, konnten aufgrund des Corona-bedingten Ausfalls der Westfalenliga-Partie gegen den SC Herford, den eigenen Kader mit Akteuren der 6. Liga aufstocken. Das ungleiche Duell, \u201eDavid gegen Goliath\u201c von einst, sollte sich also wiederholen. Psychologisch gesehen eine schwierige Ausgangslage f\u00fcr die Spielertrainer Frank Rott und Sven Terveer, die tabellarisch, gegen die zuletzt siegreichen G\u00e4ste, eher mit einem Duell auf Augenh\u00f6he gerechnet hatten \u2013 was sich nat\u00fcrlich nun, aufgrund der enormen individuellen Qualit\u00e4t der G\u00e4ste, v\u00f6llig entgegengesetzt gestaltete. Die Senner liefen mit dem seit Wochen tadellosen R\u00fcckhalt im Tor, Sven Terveer, sowie mit Jan Hendrik R\u00fcter und Felix Scharf in der Innenverteidigung auf, die vom zuletzt stabil-soliden Ivo Dalhoff und den mit eher ungewohnter Aufgabe betrauten Jonathan Vogt flankiert wurden. Die Zentrale bemannten der von Woche zu Woche noch mehr in Schwung kommende Youngster, \u201eL\u00fccke\u201c Hentschel sowie \u201eBalkan Bomber\u201c Mirko Cacic. Mert Kilic r\u00fcckte auf den rechten Fl\u00fcgel und zeigte eine gro\u00dfartige k\u00e4mpferische wie auch spielerisch solide Leistung. Der seit Wochen in bestechender Form spielende und rackernde Tom Friedrich kam \u00fcber den angestammten linken Fl\u00fcgel, machte ein Tor selber und zwang die G\u00e4ste mit scharfer Hereingabe zu einem Eigentor \u2013 mehr braucht man wohl an dieser Stelle nicht mehr zu erw\u00e4hnen. Das \u201eDuo wider Willen\u201c in der Offensive gaben der unfassbar gute Spielertrainer Frank Rott sowie der technisch brillante und vor dem Tor eiskalte j\u00fcngere Tokman Bruder, Okan Tokman, ab. Die wertvollen Reservekr\u00e4fte Alex Klimusch und Marc Wittler (beide angeschlagen) sowie Kris (K)Napo(rra) und Marcel Schmidt offenbarten ihren gro\u00dfen Wert, durch zum Teil fr\u00fchzeitige, verletzungsbedingte, Einwechselungen.<\/p>\n<p>Was sich in den ersten 10 Minuten nach Anpfiff durch den selten aus der Ruhe zu bringenden Referee auf dem schmalen Gel\u00e4uf des Senner Kunstrasens abzeichnete, konnte keinem der anwesenden Zuschauer unserer Senner Riserva freuen: Die G\u00e4ste schraubten das Senner Ensemble mit ihren Westfalenliga-Kickern nach allen Regeln der Fu\u00dfballkunst auseinander. Die B\u00e4lle flipperten im teils direkten Spiel nur so durch die Peckeloher Reihen und lie\u00dfen die Jungs vom Waldbad regelm\u00e4\u00dfig dumm aus der W\u00e4sche schauen. Allerdings verga\u00df der nominell Tabellenvorletzte sich f\u00fcr seine fu\u00dfballerische Demonstration zu belohnen. Drei \u201eHunterprozentige\u201c spielte sich das G\u00e4steteam vor den staunenden Augen der Senner Elf in den ersten f\u00fcnf Minuten heraus, doch der Ex-Prof in den Reihen der G\u00e4steauswahl verfehlte jeweils knapp den Senner Kasten. Irgendwann musste es dann jedoch passieren: Einmal mehr in gef\u00fchlter Lichtgeschwindigkeit lief die Murmel vom enorm starken Spielmacher des SCP initiiert, ohne Chance auf Abwehr, durch den Senner Sechzehner und die bullige Sturmspitze der G\u00e4ste brauchte gegen den bis dahin bereits mehrfach gepr\u00fcften Terveer im Senner Tor, nur noch den Fu\u00df hinhalten. Das war f\u00fcr Kreisliga B-Verh\u00e4ltnisse einfach zwei bis drei Stufen zu schnell, das Waldbadensemble zeigte sich aber auch beeindruckt und ein wenig eingesch\u00fcchtert vom bis dahin Erlebten. Die Senner mussten mentale wie sportliche Aufbauarbeit leisten und einen Plan fassen, um gegen die \u00fcberragenden Individualisten der G\u00e4ste ein Mittel zu finden, das deren Spielst\u00e4rke sowie Zug zum Tor relativierte. Der einzige Fehler, den die G\u00e4ste kollektiv begingen, war es, den Schiedsrichter von Beginn an bei nahezu jedem noch so unwichtigen Pfiff anzugehen, anstatt die Partie, mit der bis dahin dargebotenen sportlichen Souver\u00e4nit\u00e4t herunterzuspielen. Senne musste bereits nach gut zehn Minuten Joni Vogt verletzungsbedingt herausnehmen. F\u00fcr ihn kam Kris Naporra und zeigte seinen enormen Wert f\u00fcr das Senner Team mit K\u00e4mpferherz bei gleichzeitig cleveren und stets mit Augenzwinkern versehenen Kommunikationsstil \u2013 Attribut: Sympathisch! Irgendwie erlahmten die kaum zu unterbrechendenden Kombinationsstafetten der Peckeloher dann ein wenig und die Senner konnten sich erstmalig \u00fcber zahlreiche lange B\u00e4lle aus der eigenen Defensive, sowie durch Keeper Terveer, ein wenig freischwimmen. Dass die Senner daraus direkt Kapital schlagen konnten, ist wohl die entscheidende Komponente dieser ungleichen Partie. In H\u00f6he des G\u00e4stef\u00fcnfers kommt die Riserva um die 15. Minute herum an einen Einwurf, den Mert Kilic direkt auf den am kurzen Pfosten postierten Frank Rott spielt. Rott verl\u00e4ngert ungest\u00f6rt den Wurf auf den zweiten Pfosten, der G\u00e4stetorwart wirkt \u00fcberrascht und Okan Tokman bedankt sich am langen Pfosten per Kopf f\u00fcr das Geschenk mit dem zu diesem Zeitpunkt eher unerwarteten Ausgleich. Ein wenig vor den Kopf gesto\u00dfen sind die einen, Morgenluft witternd die anderen, gelingt es der Riserva nun in die Zweik\u00e4mpfe zu kommen und im Spiel gegen den Ball zunehmend erfolgreich zu agieren. Dem \u00fcberragenden Spielmacher im Zentrum der G\u00e4ste ist dennoch kaum beizukommen, sodass die Peckeloher-Auswahl am Dr\u00fccker bleibt. Felix Scharf muss den Platz verletzungsbedingt r\u00e4umen, f\u00fcr ihn kommt \u201eMentalit\u00e4tsbestie\u201c Alexander Klimusch auf den Platz, der sich obwohl angeschlagen, sofort mit enormen Willen in den Dienst seiner Elf stellt! Aber zun\u00e4chst sind nochmal die G\u00e4ste am Zug, bei denen sich der eigene Spielmacher mit bemerkenswerter Technik gegen f\u00fcnf Senner durch den Heimstrafraum tankt und dann mit viel \u00dcbersicht den am langen Pfosten postierten, etatm\u00e4\u00dfigen Torj\u00e4ger der Peckeloher Dritten bedient. Der bis dahin mehrfach \u00fcberragend reagierende Sven Terveer ist zwar an dem Torabschluss noch dran, muss sich dann aber tapfer dieser \u201eTausenprozentigen\u201c geschlagen geben. F\u00fcr einen Moment ist die Welt der G\u00e4ste wieder in Ordnung, aber die nadelstichartigen Befreiungsaktionen sowie die mehr und mehr den \u00fcberbordenden Respekt ablegenden Waldbadkicker nehmen diese Partie inzwischen anders an. Nach den 1:2 gelingt es den Sennern zunehmend sich aus dem W\u00fcrgegriff des Tabellenvorletzten zu befreien und mehr und mehr das eigene Offensivspiel zu forcieren. Okan Tokman und Frank Rott bringen zusammen mit dem wieder einmal \u00fcberragenden Tom Friedrich sowie dem unbequem agierenden Mert Kilic nun ihrerseits die G\u00e4steabwehr ein wenig ins Schwimmen und identifizieren zunehmend die Schwachstellen des bis dahin weit \u00fcberlegenen Teams aus dem Altkreis. Als Friedrich und Rott gemeinsam in einer eher unspektakul\u00e4ren Situation \u201evorne drauf\u201c gehen, spielen die G\u00e4ste einen kapitalen Fehlpass, der letzten Endes bei Frank Rott landet. Frank Rott spitzelt nach wenigen Schritten die Kugel am abermals verdutzten Gasttorwart vorbei und die Riserva stellt den Spielverlauf erneut v\u00f6llig auf den Kopf \u2013 2:2. Mit dem Mut der Verzweiflung angesichts des bisherigen Matchs, w\u00e4chst die Riserva, nach dem erneuten Nackenschlag f\u00fcr die G\u00e4ste, in den kommenden 50 Spielminuten \u00fcber sich hinaus. Die G\u00e4ste hingegen hadern bei nahezu jeder Situation lautstark mit den Entscheidungen des Unparteiischen und verlieren durch die zunehmende Hektik v\u00f6llig den Faden, w\u00e4hrend das Senner Ensemble insgesamt ruhig, klug und \u00fcberlegt dort fortsetzt, wo man mit den beiden Ausgleichstreffern angefangen hatte. Der Jubel \u00fcber Frank Rotts frechen Ausgleichstreffer ist im engen Rund des WBK noch nicht verklungen, da spielt der immer mehr Zugriff aufs Spiel seiner Farben erhaltende Mirko Cacic einen gef\u00fchlvollen Ball in die Senner \u201eRaketenantriebsteststrecke\u201c auf dem linken Fl\u00fcgel. Sehenswert erreicht Tom Friedrich \u201eMach3\u201c, l\u00e4sst alles \u201ezwischen hier und Borgholzhausen\u201c links liegen und h\u00e4mmert eine knallharte, flache Vorhergabe in die Todeszone vor dem G\u00e4stegeh\u00e4use. In Anbetracht des omnipr\u00e4senten Frank Rott sowie dem clever im R\u00fcckraum lauernden Okan Tokman muss der G\u00e4steverteidiger zu der scharfen Vorhergabe hingehen, versenkt diese aber, der enormen Wucht der Kugel geschuldet, im eigenen Kasten \u2013 3:2 Senne, Spiel gedreht, die G\u00e4ste fassungslos. Sven Terveer wird bei einer Abwehraktion nach einem weiten Einwurf in den F\u00fcnfer, von einem hereinsto\u00dfenden G\u00e4steangreifer mit Ball ins Tor gerammt, der Unparteiische entscheidet auf Freisto\u00df f\u00fcr den nach Luft ringenden Senner Schlussmann und es bleibt bei der knappen F\u00fchrung. Jetzt wird die Nummer richtig ungem\u00fctlich, denn die Hektik nimmt weiter zu und wird erst durch den Habzeitpfiff des Referees kurzzeitig unterbrochen.<\/p>\n<p>Es ist dieselbe Dramaturgie des zweieinhalb Jahre zuvor stattfindenden Aufstiegsspiels mit zahlreichen Parallelen: Hier, das mit enormer individueller Klasse ausgestattete Team des Altkreismatadors, dort die Jungs aus dem Bielefelder S\u00fcden mit einem begnadet-\u00fcberragenden Frank Rott und einer durch Herz, Leidenschaft und Mut gepr\u00e4gten, kollektiven Mannschaftsleistung.<\/p>\n<p>Mit Wiederanpfiff des souver\u00e4nen Unparteiischen, versuchten die G\u00e4ste sofort wieder an das dominante Anfangsdrittel anzuschlie\u00dfen, nur die Senner, die lie\u00dfen das nicht mehr zu. Man fand Mittel und Wege durch die defensiv \u00fcber sich hinauswachsenden Hentschel, Cacic, Klimusch und R\u00fcter, die Zentrale im Spiel gegen den Ball wirksam zu verwehren, zwang die G\u00e4ste dadurch in viele teils nicklich gef\u00fchrte Zweik\u00e4mpfe und \u201ezerst\u00f6rte\u201c damit das zu Beginn so effektive Spiel der Peckeloher. Selber kam man nun zu immer besseren Situationen vor dem G\u00e4stetor und profitierte vom starken Okan Tokman, dem er gelang viele B\u00e4lle in der Offensive festzumachen und damit das eigene Spiel in den Angriff zu treiben. Durch diese Spielweise f\u00f6rderten die Senner viele Defizite in der Abwehr des Tabellenvorletzten zu Tage und sollten nur Minuten nach Wiederanpfiff direkt davon profitieren: Einen durch Tom Friedrich provozierten Einwurf f\u00fchren die Senner blitzschnell aus, der Ball wird aus dem Fu\u00df an den in der Zentrale nachr\u00fcckenden Lukas Hentschel weitergeleitet, der sich in 17 Metern Tordistanz auf halblinker Position am Sechzehner befindet. Hentschel, mutterseelenalleine gelassen, begreift die Gunst der Stunde und l\u00e4sst kurzerhand einen flachen Kracher in Richtung langes Toreck ab. Der G\u00e4stekeeper ist nicht schnell genug unten und die gut getroffene Kugel schl\u00e4gt im langen Eck des Peckeloher Tores ein \u2013 4:2 Senne, jetzt ist das Waldbad vollends aus dem H\u00e4uschen! F\u00fcr das, angesichts des \u201eerweiterten Kaders\u201c mit klaren Erwartungen zum Spiel angereiste Team aus dem Altkreis kommt es jetzt aber auch \u201ekn\u00fcppeldick\u201c: Der Westfalenliga-Torj\u00e4ger des SCP erleidet im Zweikampf augenscheinlich eine B\u00e4nderverletzung und muss ausgewechselt werden. Hoffentlich ist es keine schlimmere Verletzung, dem jederzeit sportlich fair agierenden Angreifer w\u00fcnschen wir jedenfalls gute Besserung und eine baldige Genesung!<\/p>\n<p>Die Waldbadkicker befreien sich nun vollends und k\u00f6nnen \u00fcber Cacic sowie die starken Friedrich und Kilic im engen Zusammenwirken mit Tokman und Rott mehr und mehr Offensivaktionen verbuchen. Defensiv hingegen passt zwischen das bereits in der Vorwoche souver\u00e4n und so gut, wie fehlerfrei agierende IV-Duo Klimusch und R\u00fcter keine Tageszeitung, wenn dann die G\u00e4ste doch mal durchkommen, scheitern sie sp\u00e4testens an den selbstbewusst und zweikampfstark spielenden Naporra und Dalhoff oder am \u00fcberragenden, immer sicheren Sven Terveer im Senner Tor.<\/p>\n<p>Die Durchbr\u00fcche der Riserva mehren sich nun, die Peckeloher Defensive verliert unter dem sich aufbauenden Druck mehr und mehr den Faden und produziert viele Fehler, aus denen die Senner sofort Kapital schlagen: Als die Senner erneut auf halblinks in einem Zweikampf den Ball nahezu vom Gegner in den Fu\u00df gespielt bekommen, schickt Frank Rott sofort den stark aufspielenden Okan Tokman auf die Reise, der dem Torwart des G\u00e4steteams im eins-gegen-eins, mit der Trockenheit eines namhaften franz\u00f6sischen Rotweins, keine Chance zur Abwehr l\u00e4sst und auf 5:2 f\u00fcr Senne erh\u00f6ht. Kurz darauf muss es nach einem klaren Schubser gegen den aufs Geh\u00e4use enteilten Frank Rott eigentlich Strafsto\u00df f\u00fcr Senne geben, aber der Schiedsrichter hatte die Situation anders bewertet und die Pfeife bleibt stumm. Auf der anderen Seite entscheidet der Referee nach einer Einwurf Situation und vermeintlichem Anschlusstreffer f\u00fcr Peckeloh auf Abseits, die G\u00e4ste wollten die zweifache Weiterleitung des Einwurfs nicht gesehen haben, der Schiedsrichter stand aber nah dran. Das mit drei Toren hinten liegende und so furios gestartete Team aus dem Altkreis Halle erging sich nun zunehmend in lautstarken Bewertungen der Schiedsrichterleistung. Da auch die zahlreich mitgereisten G\u00e4steanh\u00e4nger nach Genuss mehrerer Gerstenkaltschalen im Glasmantel in die Klagesymphonie mit einstimmten, entschied der Unparteiische 20 Minuten vor Ende der Begegnung darauf, alle Zuschauer auf die Nordseite des Kunstrasens zu verlegen. Von da an wurde es zwar etwas ruhiger, trotzdem kam es zu einigen h\u00e4sslichen bis ekeligen Szenen, au\u00dferdem verlief die nun zusehends zerfahrene Partie im hektischen Fahrwasser zahlreicher, teils \u00fcberhart gef\u00fchrter Zweik\u00e4mpfe. Aber dieses sich mit Mut und Herz \u00fcber 80 Minuten in die Partie knieende Senner Team sollte kaum noch gro\u00dfe Schw\u00e4chen offenbaren. Zwar kommen die G\u00e4ste etwa 10 Minuten vor Ende nach einem kleinen Schlendrian in der Senner Innenverteidigung noch unverhofft zu einem Anschlusstor, aber Tom Friedrich kann nur kurz darauf nach einer scharf getretenen Cacic-Ecke den Drei Tore-Abstand wieder herstellen. Kurz zuvor hatte bereits Frank Rott in einer vergleichbaren Situation einen Senner Treffer verfehlt. Marcel Schmidt kommt im Schlussakkord f\u00fcr den starken Mert Kilic in der Offensive und stimmt sofort in den aufopferungsvollen Fight seiner Teamkollegen mit ein und kann wichtige Ballgewinne, die Zeit und Ballbesitz bringen, verbuchen. Mit Abpfiff kommt es noch zu einigen, das Spiel nachbetrachtenden Dialogen, aber alles im sportlich fairen Rahmen. Letzten Endes bleiben die drei Punkte, nach einem kr\u00e4ftezehrenden Kampfspiel gegen einen zu Beginn \u00fcberm\u00e4chtig erscheinenden Gegner am Waldbad.<\/p>\n<p>Die bemerkenswerte Entwicklung der Riserva der zur\u00fcckliegenden Wochen h\u00e4lt an! In der vergangenen \u201eEnglischen Woche\u201c, das Punktekonto quasi verdoppelt und mit dem ungem\u00fctlichen Nachholspiel bei Croatia, sowie der ungleichen Partie gegen das verst\u00e4rkte Team aus Peckeloh zwei Charaktertests mit \u201eNote 1\u201c bestanden. Szenekenner behaupten, dass ein St\u00fcck luftgetrocknetes, tranchiertes Rinderfilet, flankierten von drei Flaschen Pf\u00e4lzer Riesling durchaus zutr\u00e4glich f\u00fcr die teaminternen Betrachtungs- und Analyseweisen bei der freitagabendlichen Kabinenparty gewesen w\u00e4ren &#8211; alles Ger\u00fcchte! Jungs, Ihr seid da und Ihr habt den Weg zueinander wiedergefunden! Da ist eine Bombenstimmung (und ich wei\u00df, was das hei\u00dft\u2026) auf und neben dem Platz, da werden aber auch unbequeme Wahrheiten in Angesicht zu Angesicht angesprochen, jedoch mit dem Resultat, dass man sich integriert und sich nicht voneinander abwendet. Lasst uns einfach so weitermachen und schauen, wen man noch so in dieser Liga \u00e4rgern kann. Zun\u00e4chst hat man sich deutlich vom Tabellenende abgesetzt, das ist gut und war wichtig. Jetzt muss man einfach schauen, wie man mit dem Schwung der letzten siegreichen Partien weiter in Richtung oberes Tabellendrittel arbeiten kann.<\/p>\n<p><strong>Man of the Match: The \u201enoble\u201c Frank Rott<\/strong><\/p>\n<p><strong>Bild des Tages:<\/strong><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-2796\" src=\"http:\/\/tus08senne1-fussball.de\/wp-content\/uploads\/2021\/11\/IMG-20211114-WA0009-167x300.jpg\" alt=\"\" width=\"167\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/tus08senne1-fussball.de\/wp-content\/uploads\/2021\/11\/IMG-20211114-WA0009-167x300.jpg 167w, https:\/\/tus08senne1-fussball.de\/wp-content\/uploads\/2021\/11\/IMG-20211114-WA0009-570x1024.jpg 570w, https:\/\/tus08senne1-fussball.de\/wp-content\/uploads\/2021\/11\/IMG-20211114-WA0009-768x1379.jpg 768w, https:\/\/tus08senne1-fussball.de\/wp-content\/uploads\/2021\/11\/IMG-20211114-WA0009-600x1077.jpg 600w, https:\/\/tus08senne1-fussball.de\/wp-content\/uploads\/2021\/11\/IMG-20211114-WA0009.jpg 820w\" sizes=\"auto, (max-width: 167px) 100vw, 167px\" \/><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(SM) In einem \u00fcber weite Strecken hitzigen Kreisligamatch, konnte die Senner Zwote die vermeintliche dritte Mannschaft vom SC Peckeloh am Ende hochverdient mit 6:3 (3:2) bezwingen. Gegen die mit Spielern aus dem Westfalenligakader verst\u00e4rkten G\u00e4ste trafen Okan Tokman (2x), Frank Rott, Lukas Hentschel, Tom Friedrich und ein Peckeloher ins eigene Tor.<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[26,2],"tags":[],"class_list":["post-2795","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-aus-den-mannschaften","category-spielberichte"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/tus08senne1-fussball.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2795","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/tus08senne1-fussball.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/tus08senne1-fussball.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/tus08senne1-fussball.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/tus08senne1-fussball.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=2795"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/tus08senne1-fussball.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2795\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2797,"href":"https:\/\/tus08senne1-fussball.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2795\/revisions\/2797"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/tus08senne1-fussball.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=2795"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/tus08senne1-fussball.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=2795"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/tus08senne1-fussball.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=2795"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}