{"id":2746,"date":"2021-11-08T16:18:30","date_gmt":"2021-11-08T16:18:30","guid":{"rendered":"http:\/\/tus08senne1-fussball.de\/?p=2746"},"modified":"2021-11-10T08:47:19","modified_gmt":"2021-11-10T08:47:19","slug":"40-in-hesseln-zweiter-sieg-in-folge-ist-das-die-riserva-reloaded","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/tus08senne1-fussball.de\/?p=2746","title":{"rendered":"4:0 in Hesseln, zweiter Sieg in Folge &#8211;  ist das die &#8222;Riserva reloaded&#8220;?"},"content":{"rendered":"<p>(SM) In einer mit dem Fu\u00dfballsport nur entfernt verwandten Lehm- und Matschschlacht im Altkreis Halle, beim unangenehm zu spielenden Tabellenletzten SG Hesseln, konnte die Riserva souver\u00e4n mit 4:0 gewinnen und sich nach Wochen mal wieder &#8222;\u00fcber den Strich&#8220; setzen. Der Weg dahin war nass, kalt und rutschig!<\/p>\n<p>Die steife Brise, die um 14:31 Uhr dem einsam an der Au\u00dfenlinie der Riserva im monsunartigen Regen ausharrenden Senner Betreuer, Stefan Mahne, das Wasser in die Daunenjacke blies, d\u00fcrfte in etwa symbolisch daf\u00fcr stehen, was die Senner Senioren-Fu\u00dfballabteilung zur Zeit durchmacht.<\/p>\n<p>Noch vor gut zwei Wochen dem &#8222;Tode n\u00e4her als dem Leben&#8220; schien es ein letzter Schock des eiligst herbeigekarrten Defibrillators zu sein, der den ausgemergelten Mannschaftsk\u00f6rper der Senner Zwoten nochmal ins Diesseits bef\u00f6rderte, sozusagen in allerletzter Sekunde! Seitdem haben sich zahlreiche &#8222;Ersthelfer&#8220; um den Patienten 2. Mannschaft gescharrt, die nun seit 2 Wochen buchst\u00e4blich &#8222;den Karren aus dem Dreck ziehen&#8220; &#8211; eine weitere Metapher, die f\u00fcr die schwere Partie auf dem Hesselner Gel\u00e4uf passend erscheint. Die Senner Fu\u00dfballsenioren als Ganzes begreifen, als zusammengeh\u00f6rige Einheit, die sich in ihren drei Mannschaften \u00fcberall hilft und unterst\u00fctzt &#8211; die einstige Vision bedarf einer Erneuerung. Diese Erneuerung geht f\u00fcr die um Stabilit\u00e4t ringende 2. Mannschaft zun\u00e4chst mit einem weiteren Verlust einher: Der Trainer ist weg! Sympathietr\u00e4ger Ahmet Yildirim \u00fcbernahm am vergangenen Donnerstag das Amt des Trainers des Waldbadexpress; und die Zwote? Nun, die darf nun beweisen, dass sie auf wackeligen Beinen alleine stehen kann! Eine gute Trainingsbeteiligung seit der vermeintlichen &#8222;Stunde Null&#8220;, die unsch\u00e4tzbare Unterst\u00fctzung von Menschen, die im Notfall immer f\u00fcr den Verein da sind, aber auch die Unverw\u00fcstlichkeit einiger Akteure, die selbst die ganz dunklen Stunden der letzten Monate miterlebt haben, pr\u00e4gen das Lagebild der legend\u00e4ren &#8222;Riserva&#8220; in den letzten 18 Tagen. Die gute Stimmung ist zur\u00fcckgekehrt und der Glauben daran, dass man echt gut sein kann, wenn man es denn nun will! Aber: Wer glaubt, dass man die zur\u00fcckliegende schwere Phase abstreifen kann wie einen zu gro\u00dfen Morgenmantel, der sollte sich in Acht nehmen: Es gilt Vertrauen wieder herzustellen, untereinander und zwischen den Teams. Alle, die daran mitwirken wollen, sind gerade im finsteren November herzlich willkommen!<\/p>\n<p>Ein wenig ungl\u00e4ubig rieb sich der neugegr\u00fcndete &#8222;Verwaltungsrat&#8220; der 2. Mannschaft am vergangenen Samstagabend die Augen: Bis auf die Langzeitrekonvaleszenten Speedster Alex Schulze und Lars Trapp musste das Spielertrainer-\/Betreuertrio Rott\/Terveer\/Mahne lediglich auf Felix Scharf und Fabio Schiprowski verzichten. Alle anderen Kicker meldeten sich einsatzbereit und willig! Wann hatte es das zuletzt gegeben? Daher musste bei der Kaderzusammenstellung die eine oder andere schmerzhafte Entscheidung getroffen werden, gerade nach der langanhaltenden Spielerebbe keine dankbare Aufgabe!<\/p>\n<p>Die Senner liefen mit dem zuletzt tadellosen und gut haltenden Sven Terveer im Tor sowie einer Viererkette aus R\u00fcter, Klimusch, Dalhoff und Tokman auf. Die Defensive zeigte bis auf wenige Szenen eine stabile und seri\u00f6se Vorstellung, bei der vor allem Klimusch und R\u00fcter kompromisslos f\u00fcr Ordnung auf dem seifigen Gel\u00e4uf sorgten. Auf der Sechs liefen mit Allstar-Anw\u00e4rter und Lieblingsmensch Flori Helmke sowie dem kaum aus der Ruhe zu bringenden Youngster &#8222;L\u00fccke&#8220; Hentschel ein virtuoses Duo auf, dass sich wunderbar versteht. Die Fl\u00fcgel besetzten der seit Wochen in bestechender Form spielende Hochgeschwindigkeitszug Tom Friedrich und die eher gr\u00f6bere Kelle, Jonathan Vogt. Offensiv setzte Regisseur Frank Rott mit feinem F\u00fc\u00dfchen regelm\u00e4\u00dfig Kumpel &#8222;Silencer&#8220; Marc Wittler in Szene.<\/p>\n<p>Das Spielertrainerduo setzte in der Kabinenansprache auf einen druckvollen Auftakt, um sich auf dem v\u00f6llig durchweichten Rasenplatz am Ende nicht einer Partie &#8222;Russisch Roulette&#8220; ausgesetzt sehen zu m\u00fcssen. So agierten die Senner von Beginn an hochkonzentriert und schafften es recht schnell trotz der desolaten Platzverh\u00e4ltnisse zu aussichtsreichen Gelegenheiten zu kommen. Direkt zu Beginn konnte sich der Torwart der Gastgeber jedoch mit einer sehenswerten Parade auszeichnen, die Senner F\u00fchrung &#8211; vereitelt. Sehenswert gut \u00fcber weite Strecken, das fu\u00dfballerische Zusammenwirken zwischen der Zentrale aus Helmke, Hentschel und Rott. Zum Teil sich wie auf Eiern bewegend wurde der flache Pass gespielt, ehe immer wieder Tom Friedrich in die L\u00fccke auf der Flanke geschickt wurde. Senne war klar \u00fcberlegen, die Gastgeber suchten ihr Gl\u00fcck in langen, vielleicht durchrutschenden B\u00e4llen, aber weder Klimusch und R\u00fcter noch Dalhoff oder Tokman offenbarten Schw\u00e4chen, sodass Sven Terveer erst kurz vor der Pause ein erstes Mal gepr\u00fcft wurde, aber \u00fcberragend auf dem Posten war. Der Anfangsschwung war schon beinahe verpufft, da passt der wieselflinke und erneut durchgebrochene Tom Friedrich eine sehenswerte Vorhergabe auf den mitgelaufenen Joni Vogt. Vogt kommt zu sp\u00e4t und rutscht in den herauseilenden Torwart, der in der Folge des Zusammenpralls mit Vogt, der daf\u00fcr den Gelben Karton erh\u00e4lt, nicht mehr weiterspielen kann. Gute Besserung an den Hesselner Spielertrainer von dieser Stelle!<\/p>\n<p>Dann schl\u00e4gt die Stunde des \u00fcberragenden Tom Friedrich, der mit sicherer Leichtigkeit wie auf Schlittschuhen \u00fcber den seifigen Rasen flitzt und seinen Bewachern ein ums andere Mal entkommt. Es ist um die 20. Spielminute, als Friedrich alleine auf das Tor eilt und aus gut 18 Metern einen gef\u00fchlvollen Heber in die Maschen haucht. Die Senner F\u00fchrung zwar \u00fcberf\u00e4llig, aber hier mit Sonderlob in der B-Note f\u00fcr Friedrich auszustatten.<\/p>\n<p>Es folgt die st\u00e4rkste Phase der Senner in einer Partie, die sich durch viele Nicklichkeiten und einem guten Dutzend Gelber Karten auszeichnet. Nach einer Ecke infolge einer Gro\u00dftat des Hesselner Reservekeepers herrscht das \u00fcbliche Durcheinander vor dem Gastgebergeh\u00e4use. Nach mehreren Anl\u00e4ufen ist Frank Rott derjenige, der die \u00dcbersicht beh\u00e4lt und im Tumult das Leder in die Maschen bugsiert &#8211; 2:0 Senne, wichtiges Ding! Nur drei Minuten sp\u00e4ter ist wieder der sackstarke Friedrich mit Ball unterwegs und wird im Sechzehner vom herauslaufenden Keeper unsanft von den Beinen geholt. Jugendlich frech schnappt sich Friedrich die glitschige Kugel und h\u00e4mmert den Strafsto\u00df unter die Latte. Das 3:0 gestaltet die Partie nun deutlich, dennoch lassen die Senner noch zu viel liegen, kommt es zu viel zu vielen Diskussionen mit Gegenspielern und Schiedsrichter, in denen die Waldbadkicker sich letzten Endes selber schw\u00e4chen. Einen Schlusspunkt im ersten Durchgang setzt dann endlich Joni Vogt im dritten Anlauf, als er von einer starken Wittler-Vorarbeit profitiert. Der &#8222;Silencer&#8220; setzt sich im intensiven Zweikampf in Richtung Grundlinie sehenswert durch, sodass Joni Vogt am langen Pfosten lauernd nur noch einschie\u00dfen braucht. Mit dem 4:0 ist die Messe bereits nach 45 Minuten gelesen, die Partie sollte trotz der klaren F\u00fchrung sowohl meteorologisch als auch zwischenmenschlich ungem\u00fctlich bleiben.<\/p>\n<p>Tom Friedrich darf zur Pause in der Kabine bleiben, f\u00fcr ihn l\u00e4uft Mert Kilic auf. Kilic braucht einige Zeit, ehe er sich an die Rahmenbedingungen der Partie gew\u00f6hnt, kann dann aber zusehends seinen Beitrag zum letztlichen Erfolg beitragen. Die gesamte zweite Halbzeit ist von Ungenauigkeiten im Passspiel sowie zum Teil Slapstick-artigen Rutschpartien und Ausrutschern gepr\u00e4gt, sodass Torszenen Mangelware werden. Gleich zu Beginn des zweiten Durchganges offenbart die Senner Hintermannschaft einige L\u00fccken, aber auf aufgrund des hellwachen Terveers im Senner Geh\u00e4use bleibt die &#8222;0&#8220; erhalten. Es wird im Verlauf der zweiten Halbzeit insgesamt ruhiger und weniger hitzig, die Senner kommen an zahlreiche durch Fouls an Mert Kilic verursachte Standards, aber auch den Sennern fehlt am Ende auf dem tiefen kraftraubenden Gel\u00e4uf die Durchschlagskraft, um das Ergebnis noch in die H\u00f6he zu schrauben. Kris Naporra und Marcel Schmidt verdienen sich bei ihrem Einsatz von der Bank kommend noch Fleisk\u00e4rtchen. Flori Helmke schlenzt in &#8222;Goldfu\u00df&#8220;-Manier in der Schlussviertelstunde noch eine Kugel knapp \u00fcber den Torwinkel, in zahlreichen &#8222;Stocher-Situationen&#8220; vorm Hesselner Geh\u00e4use fehlt den Sennern am Ende stets das n\u00f6tig Qu\u00e4ntchen &#8222;Fortune&#8220;. In einer v\u00f6llig sinnlosen Aktion (der letzten des Spiels) l\u00e4sst sich Burhan Tokman von seinem Gegenspieler, der ihm in die Beine tritt, zu einer T\u00e4tlichkeit hinrei\u00dfen und darf das Spielfeld zeitgleich mit allen anderen Akteuren verlassen, nur allerdings mit Rotem Karton. Weshalb die vorausgehende T\u00e4tlichkeit nur mit Gelb bzw. Gelb-Rot bestraft wurde, l\u00e4sst sich von hier aus nicht nachbetrachten.<\/p>\n<p>Die zweite Mannschaft rauft sich zusammen, und zwar richtig, das darf man vorsichtig optimistisch nach den zur\u00fcckliegenden zweieinhalb Wochen sagen. Es gilt aber, dranzubleiben und die absolvierten erfolgreichen Wochen nicht mit einem Selbstl\u00e4ufer zu verwechseln. Die Fluktuation innerhalb des Kaders wird weiterhin da sein, daher gilt es nun, den Mannschaftskern so weit zu stabilisieren, dass dieser wieder im Stande ist, allen darin und darum Halt zu geben. Ich kann meinen herzlichen Dank an alle, die zuletzt dabei mitgeholfen haben, das unr\u00fchmliche Ende der zweiten Mannschaft abzuwenden, nur erneuern: Flori, Jan, Luka, Towarischtsch Grot, \u00c4itsch, Henne &#8211; gro\u00dfartige Typen in der Not. Bitte weiter so!<\/p>\n<p>Bereits am kommenden Mittwochabend wir die Partie gegen NK Croatia auf dem ungeliebten Ascheplatz in Milse wiederholt. Auch dort wird es f\u00fcr ausschlie\u00dfliche Fu\u00dfballvirtuosen schwierig sein, etwas zu holen. Daher hei\u00dft es einen k\u00fchlen Kopf zu bewahren und am Ende hoffentlich clever die drei Punkte mit zum Waldbad zu nehmen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In einer mit dem Fu\u00dfballsport nur entfernt verwandten Lehm- und Matschschlacht im Altkreis Halle, beim unangenehm zu spielenden Tabellenletzten SG Hesseln, konnte die Riserva souver\u00e4n mit 4:0 gewinnen und sich nach Wochen mal wieder &#8222;\u00fcber den Strich&#8220; setzen. 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