{"id":1472,"date":"2019-10-31T15:26:57","date_gmt":"2019-10-31T15:26:57","guid":{"rendered":"http:\/\/tus08senne1-fussball.de\/?p=1472"},"modified":"2019-10-31T15:27:10","modified_gmt":"2019-10-31T15:27:10","slug":"waldbadexpress-fegt-durch-das-waldstadion","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/tus08senne1-fussball.de\/?p=1472","title":{"rendered":"Waldbadexpress fegt durch das Waldstadion"},"content":{"rendered":"<p>Auch der Tabellennachbar SW Sende, der vor dem 12. Spieltag noch punktgleich mit der Senner Elf im Tableau anzufinden war, konnte den Waldbadexpress nicht stoppen. Mit einem am Ende deutlichen 6:1-Ausw\u00e4rtserfolg kann die starke Serie der vergangenen Wochen aufrecht erhalten werden. Nach einer schwachen Anfangsphase, in der man den fr\u00fchen 0:1-R\u00fcckstand hinnehmen musste, spielten sich die Kicker vom Waldbad bis zum Schlusspfiff offensiv in einen Rausch.<\/p>\n<p>Bereits vor dem Anpfiff der Partie war allen Akteuren klar, dass zwei vollkommen gegens\u00e4tzliche Gef\u00fchlswelten aufeinandertreffen w\u00fcrden. W\u00e4hrend die Hausherren aus den vergangenen sieben Ligaspielen keinen einzigen Z\u00e4hler sammeln konnten, blieb der TuS zuletzt sechs Mal ungeschlagen. Genau aus diesem Grund aber warnte Chef-Coach Mike Wahsner, der unter der Woche auf der Sonneninsel Mallorca weilte, vor allem davor, den angeschlagenen Boxer auf der Gegenseite bitte nicht zu untersch\u00e4tzen.<\/p>\n<p>In den beiden Trainingseinheiten, die aufgrund der Abwesenheit des Trainer-Duos kurzerhand von Abwehrmann Stefan Dopheide \u00fcbernommen wurden, lag der Fokus vor allem auf einem variablen Spielaufbau. Folgende Jungs sollten das Erlernte in die Tat umsetzen: Felix Winkler kehrte nach zweiw\u00f6chigen Problemen in das Senner Geh\u00e4use zur\u00fcck. Henrik Eckseler, der den gelb-rot gesperrten Massimo Zanghi ersetzte, r\u00fcckte in der Viererkette an die Seite von Gian-Luca Linstromberg, Stefan Dopheide und Marcel Landgraf. Timon Finger wechselte von der Spitze auf den linken Fl\u00fcgel, wo er im Mittelfeld Unterst\u00fctzung von Ole Gruner, Michel Dennin und Matthes Schwabedissen erhielt. Cem Beyer \u00fcbernahm die Position von Finger und belohnte sich, genau wie Sturmpartner und Spielf\u00fchrer Malte Gruner, mit zwei eigenen Treffern f\u00fcr eine starke Leistung.<\/p>\n<p>Bei herrlichem Herbstwetter pfiff der in seinen Entscheidungen nicht immer ganz verst\u00e4ndlich agierende Unparteiische die Begegnung an. Die erste Viertelstunde geh\u00f6rt ganz klar den Hausherren, die die Senner Elf mit ihrem ungewohnten 3-5-2-System vor einige organisatorische Schwierigkeiten stellen. Sende ist zun\u00e4chst wacher, griffiger und sicherer in den eigenen Kombinationen. Die logische Folge ist das 1:0 in Minute 13, in der sich die Gastgeber das Leder bis vor dem Senner Geh\u00e4use in den eigenen Reihen munter hin- und herschieben k\u00f6nnen. Nur zwei Minuten sp\u00e4ter ist es erneut ein gef\u00e4hrlicher Angriff des SWS, an dessen Ende ein Lattentreffer steht. In der Nachbetrachtung h\u00e4tte sich kein Senner Akteur wundern m\u00fcssen, wenn man nach 15 Minuten bereits mit zwei oder drei Toren zur\u00fcckgelegen h\u00e4tte.<\/p>\n<p>Der Lattentreffer der Hausherren wirkt wie ein Weckruf f\u00fcr den TuS. Im Anschluss kommt der Waldbadexpress endlich in die Partie und \u00fcbernimmt die spielerische Kontrolle, die bis zur Schlussminute nicht mehr abgegeben wird. Gegen die weit vorger\u00fcckten Hausherren suchen die Senner ihr Heilmittel in den langen B\u00e4llen in die Tiefe. Zehn Minuten nach Sendes F\u00fchrung ist es Matthes Schwabedissen, der auf seiner rechten Seite abermals auf die Reise in Richtung Grundlinie geschickt wird und einen pr\u00e4zisen Ball in den R\u00fccken der Abwehr spielen kann, wo Cem Beyer den Ball optimal trifft und im langen Eck zum 1:1-Ausgleich unterbringt. Keine f\u00fcnf Minuten sp\u00e4ter ist es ein Angriff \u00fcber die linke Seite, an dessen Ende ein zentraler Torschuss von Ole Gruner steht, der vom Sender Schlussmann direkt vor die F\u00fc\u00dfe von Cem Beyer gekl\u00e4rt wird, der wiederum aus spitzem Winkel zur 2:1-F\u00fchrung einschieben kann \u2013 2:1 Senne, Spiel gedreht!<\/p>\n<p>Bis zum Halbzeitpfiff ist es ein Spiel auf ein Tor. Die in der Anfangsphase dominanten Hausherren kommen mit dem temporeichen und variablen Aufbauspiel der Senner Elf \u00fcberhaupt nicht zurecht und sehen Angriff um Angriff auf das eigene Geh\u00e4use zulaufen. Dennoch dauert es bis kurz vor dem Halbzeitpfiff, ehe das dritte Senner Tor f\u00e4llt. Im Anschluss einer Ecke von der linken Seite landet der Ball bei Henrik Eckseler, der aus dem R\u00fcckraum einen nicht allzu harten, daf\u00fcr aber platzierten Schuss kommen l\u00e4sst, der \u2013 wohl leicht abgef\u00e4lscht \u2013 den Weg ins rechte untere Eck des Sender Geh\u00e4uses findet \u2013 3:1, Halbzeit!<\/p>\n<p>Durchatmen, Gedanken ordnen, runterkommen. Mit klaren Anweisungen von Trainer Wahsner und einigen fordernden Worten des Spielf\u00fchrers Gruner, ist die Marschroute f\u00fcr die zweite Halbzeit klar: Wir gehen auf das vierte Tor und machen den Sack zu! Den Fehler, mit dem Ergebnis zufrieden zu sein und das Fu\u00dfballspielen nahezu einzustellen, wollen wir nicht noch einmal machen. Zu Beginn der zweiten Halbzeit ersetzt Malte Hawerkamp Linksverteidiger Marcel Landgraf, der \u00fcber Unwohlsein in der Magengegend klagt\u2026<\/p>\n<p>Die zweite H\u00e4lfte beginnt so, wie die erste endete. Senne nimmt das Heft des Handelns direkt wieder in die Hand und dr\u00fcckt mit dem Erzielen des vierten Tores auf die Entscheidung. Nach starken 15 Minuten verflacht die Partie ein wenig und nickelige Zweik\u00e4mpfe, sowie die am Anfang des Berichts angesprochenen, teils unverst\u00e4ndlichen Entscheidungen des Unparteiischen, h\u00e4ufen sich mehr und mehr. Dennoch bleibt die Spielkontrolle auf Seiten des TuS, den Hausherren f\u00e4llt auch nach der dritten Systemumstellung wenig in der Offensive ein.<\/p>\n<p>Mit Simon Czernia und Philipp Schlegel sind mittlerweile zwei Akteure mit von der Partie, die dem Offensivspiel des TuS mit ihrer Frische noch einmal Tempo und Variabilit\u00e4t verleihen sollen. In Minute 73 schaffen es die Kicker vom Waldbad dann endg\u00fcltig den Deckel drauf zu machen. Ein einfacher Doppelpass zwischen Philipp Schlegel und Michel Dennin, der den auf der linken Seite freien Simon Czernia ersp\u00e4ht, erm\u00f6glicht diesem einen flachen Ball vor die Kette zu spielen, wo Malte Gruner nur noch zum 4:1 eingr\u00e4tschen muss \u2013 Vorentscheidung!<\/p>\n<p>Souver\u00e4n lassen die abgebr\u00fchten Aufsteiger fortan Ball und Gegner laufen. Im Vergleich zu den Vorwochen bleibt die Gier und die Lust noch einmal nachzulegen allerdings hoch. So ist es der eingewechselte Schlegel, der eine Minute vor Schluss auf die weite Reise in Richtung Sender Tor geschickt wird und den herauseilenden Schlussmann mit einem \u00fcberragenden Lupfer zum 5:1 ganz alt aussehen l\u00e4sst. Nur vier Minuten sp\u00e4ter ist es erneut Gruner, der es seinem Sturmpartner gleichtut und am Ende einer weiteren starken Kombination zum 6:1-Endstand ebenfalls einlupft.<\/p>\n<p>Wenn wir uns zwei Dinge bei einem am Ende doch mehr als souver\u00e4nen und hochverdienten Ausw\u00e4rtssieg ankreiden lassen m\u00fcssen, dann ist es die erste Viertelstunde und die Chancenverwertung. In dieser Liga d\u00fcrfen wir uns zu keiner Zeit des Spiels eine Schw\u00e4chephase erlauben. Egal, wie viel es steht, egal, wie weit das Spiel fortgeschritten ist und egal, wer der Gegner ist. Hinzu kommt, dass wir zwar selber daf\u00fcr verantwortlich sind, Chancen zu kreieren, diese dann aber auch nutzen m\u00fcssen. Nat\u00fcrlich haben wir sechs starke Tore erzielt, was man insbesondere auf fremdem Gel\u00e4uf erst einmal schaffen muss. Dennoch werden auch wieder etliche Spiele kommen, in denen man nur ganz ganz wenige Chancen bekommt, die es dann aber zu nutzen gilt. \u00c4u\u00dferst positiv ist zu vermerken, dass uns der R\u00fcckstand erneut nicht in Schockstarre versetzt hat, sondern die Moral einmal mehr gr\u00f6\u00dfer war, als die Angst davor zu versagen. Weitermachen!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Auch der Tabellennachbar SW Sende, der vor dem 12. Spieltag noch punktgleich mit der Senner Elf im Tableau anzufinden war, konnte den Waldbadexpress nicht stoppen. Mit einem am Ende deutlichen 6:1-Ausw\u00e4rtserfolg kann die starke Serie der vergangenen Wochen aufrecht erhalten werden. 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