{"id":1424,"date":"2019-09-30T16:40:33","date_gmt":"2019-09-30T16:40:33","guid":{"rendered":"http:\/\/tus08senne1-fussball.de\/?p=1424"},"modified":"2019-09-30T16:40:33","modified_gmt":"2019-09-30T16:40:33","slug":"waldbadexpress-verschenkt-zwei-auswaertspunkte","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/tus08senne1-fussball.de\/?p=1424","title":{"rendered":"Waldbadexpress verschenkt zwei Ausw\u00e4rtspunkte"},"content":{"rendered":"<p>Die Senner Elf bleibt dank des 1:1-Remis bei Mitaufsteiger T\u00fcrkg\u00fcc\u00fc G\u00fctersloh zwar auch im vierten Pflichtspiel in Folge ungeschlagen, in der Analyse und Nachbetrachtung der Partie beim Ligakonkurrenten werden einige Akteure die Entt\u00e4uschung \u00fcber den mehr als m\u00f6glichen Sieg jedoch nicht verbergen k\u00f6nnen. Ein klares Chancenplus konnte leider nicht in Z\u00e4hlbares umgem\u00fcnzt werden, sodass sich der Waldbadexpress am Ende mit einem Z\u00e4hler begn\u00fcgen muss.<\/p>\n<p>Bei leicht verregnetem Wetter standen auf dem idyllisch gelegenen und gut gepflegtem Kunstrasenplatz in G\u00fctersloh alle Spieler bis auf Urlauber Luka Marquardt und Studien-Praktikant Simon Czernia zur Verf\u00fcgung. Dementsprechend ver\u00e4nderte sich im Vergleich zur Vorwoche nicht all zu viel mit Blick auf die erste Elf. Felix Winkler h\u00fctete in \u00fcblicher Manier den Senner Kasten, der von der Verteidigungsreihe Massimo Zanghi, Gian-Luca Linstromberg, Stefan Dopheide und Marcel Landgraf starke Unterst\u00fctzung bekam. Die Mittelfeldreihe, bestehend aus Cem Beyer, Ole Gruner, Michel Dennin und Matthes Schwabedissen, versuchte immer wieder das Spiel mit flachen B\u00e4llen auf die Doppelspitze, bestehend aus Malte Gruner und Florian Helmke, schnell zu machen.<\/p>\n<p>Das Stimmungshoch aus dem ersten Saisonsieg gegen den SC Hicret, gepaart mit dem Unentschieden gegen den VfB Schlo\u00df Holte und dem Pokalerfolg gegen den bis dato noch ungeschlagenen Spitzenreiter FC T\u00fcrk Sport unter der Woche, gaben vorab genug R\u00fcckenwind, um mit einer breiten Brust bei der Elf von T\u00fcrkg\u00fcc\u00fc G\u00fctersloh anzutreten. In den ersten 45 Minuten ist auch durchaus zu erkennen, zu was die Senner Elf fu\u00dfballerisch in der Lage ist. Wie in den Partien zuvor, zwingt man die gegnerische Abwehrreihe durch hohes Gegenpressing fr\u00fch zu Fehlern und Unsicherheiten. Die stabile Defensivger\u00fcst l\u00e4sst erneut, bis auf wenige Kontersituationen der Gastgeber, wenig zu. Und wenn doch mal ein Ball durchrutscht, dann ist mit Felix Winkler mal wieder der stark agierende Senner Schlussmann da, um den Gegentreffer zu verhindern.<\/p>\n<p>Der Kunstrasenplatz kommt der Senner Elf entgegen, um bis zur Pause den Ball ordentlich laufen zu lassen. Immer wieder schafft es die Senner Offensive durch kurze, schnelle Ballstafetten das runde Leder weit in die H\u00e4lfte der Hausherren zu tragen. Im Abschluss, im wichtigsten Moment vor dem Tor, fehlt in Durchgang eins jedoch noch das letzte Qu\u00e4ntchen Gl\u00fcck und Willen. Cem Beyer und Matthes Schwabedissen schaffen es immer wieder sich durch gekonntes Tempodribbling auf ihrer Au\u00dfenbahn durchzusetzen und etliche Hereingaben in den Strafraum zu produzieren. Leider verpasst die Senner Offensivreihe den Ball im letzten Moment oder der Abschluss wird pariert, geblockt oder zischt am Tor vorbei. Bereits im ersten Abschnitt erarbeitet sich der Waldbadexpress ein deutliches Chancenplus, mit dem es in die Kabine geht.<\/p>\n<p>In der Halbzeitpause sind sich die elf Akteure auf dem Platz einig, dass man dem Gegner in puncto Zweikampff\u00fchrung und vor allem fu\u00dfballerisch \u00fcberlegen ist \u2013 es fehlt lediglich die Belohnung in Form eines eigens erzielten Treffers. Dementsprechend hei\u00dft es geduldig zu bleiben und nichts am eigenen Spielsystem zu \u00e4ndern.<\/p>\n<p>Wieder kommen die Kicker vom Waldbad gut in den zweiten Abschnitt und produzieren einen Angriff nach dem anderen. Das Tor der Gastgeber scheint bis dato aber wie vernagelt, sodass man weiter anlaufen und auf den erl\u00f6senden F\u00fchrungstreffer warten muss. Jetzt, wo das zu keiner Zeit hart und zu keiner Zeit unfair gef\u00fchrte Spiel immer l\u00e4nger andauert, kommen auch die Gastgeber \u00f6fter zu dem ein oder anderen gef\u00e4hrlichen Abschluss nach langen B\u00e4llen aus der Tiefe oder Kontersituationen. Dennoch hat man als Akteur auf dem Platz &#8211; bei allem Respekt vor dem Gegner &#8211;  zu keiner Zeit das Gef\u00fchl, dass man nicht doch noch als Sieger vom Platz gehen wird.<\/p>\n<p>Mit Timon Finger kommt rund zwanzig Minuten vor Schluss noch einmal ein Senner Akteur auf den Platz, der den Schwung der Vorwochen in den Schlussminuten auf der rechten Au\u00dfenbahn mitnehmen und f\u00fcr neue Gefahr sorgen soll. In Minute 80 ist es dann eben jener Timon Finger, der sich auf der rechten Seite nach einer Umschaltaktion durchsetzen kann, am zweiten Pfosten Matthes Schwabedissen ersp\u00e4ht und diesen mit einer langen Flanke butterweich bedient. Schwabedissen kontrolliert den Ball, legt in sich auf seinen starken rechten Schlappen und drischt das Leder zur verdienten F\u00fchrung in\u2018s lange Eck &#8211; 1:0 Senne, endlich!  <\/p>\n<p>Nun hei\u00dft es die letzten zehn Minuten schadlos zu \u00fcberstehen, um dem vermutlichen Mitkonkurrenten im Kampf um den Ligaverbleib drei wichtige Punkte abzunehmen und die eigene, positive Serie weiter auszubauen. Vollkommen \u00fcberfl\u00fcssig f\u00e4ngt die Senner Elf allerdings an, sich immer weiter in die eigene H\u00e4lfte fallen zu lassen, um das Ergebnis \u00fcber die Zeit zu retten. So wittern die Gastgeber noch einmal ihre letzte Chance in wilden Kontersituationen. Einer dieser Angriffe rutscht tats\u00e4chlich auf der rechten Seite durch, wo T\u00fcrkg\u00fcc\u00fc\u2018s Au\u00dfenspieler den Ball unbedr\u00e4ngt in den Senner Strafraum hereinbringen kann, in dem der Ex-Bundesliga-Profi Momo Diabang am zweiten Pfosten wartet, um den Ball zum Ausgleich einzuk\u00f6pfen &#8211; 1:1, mehr als unn\u00f6tig. In den verbleibenden vier Minuten passiert nichts erw\u00e4hnenswertes mehr, dass eine letzte Hoffnung auf die erneute F\u00fchrung und den damit verbundenen Sieg aufkeimen l\u00e4sst.<\/p>\n<p>So sitzt man nach dem Spiel mit gesenktem Kopf in der Kabine und guckt sich fragend an, wie man die sicher geglaubten drei Punkte derart bitter noch verspielen konnte. Nat\u00fcrlich ist es ein weiterer Punkt auf der Habenseite. Und nat\u00fcrlich bleiben wir auch im vierten Pflichtspiel in Folge ohne Niederlage. Dennoch M\u00dcSSEN wir uns eingestehen, dass wir dieses Spiel mit der letzten Konsequenz besser h\u00e4tten \u00fcber die B\u00fchne bringen M\u00dcSSEN. Ein derartiges Chancenplus darf uns gegen einen direkten Konkurrenten im Tabellenkeller in der letzten Minute nicht in Form des unverdienten Ausgleiches um die Ohren fliegen. Bereits n\u00e4chste Woche kommt mit der Elf vom G\u00fctersloher TV das n\u00e4chste Kellerkind in die bpi-Arena. Wir stehen derzeit mit f\u00fcnf Punkten nach acht Spielen auf Platz 15. Wir d\u00fcrfen nicht drumherum reden, dass ein am kommenden Sonntag ein Heimsieg Pflicht ist, um weiter aus dem Tabellenkeller empor zu klettern. Jetzt hei\u00dft es aus den eigenen Fehlern zu lernen und Reife zu zeigen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Senner Elf bleibt dank des 1:1-Remis bei Mitaufsteiger T\u00fcrkg\u00fcc\u00fc G\u00fctersloh zwar auch im vierten Pflichtspiel in Folge ungeschlagen, in der Analyse und Nachbetrachtung der Partie beim Ligakonkurrenten werden einige Akteure die Entt\u00e4uschung \u00fcber den mehr als m\u00f6glichen Sieg jedoch nicht verbergen k\u00f6nnen. 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