{"id":1397,"date":"2019-09-11T08:23:19","date_gmt":"2019-09-11T08:23:19","guid":{"rendered":"http:\/\/tus08senne1-fussball.de\/?p=1397"},"modified":"2019-09-11T08:23:19","modified_gmt":"2019-09-11T08:23:19","slug":"vorhaben-nicht-in-die-tat-umgesetzt-waldbadexpress-scheitert-an-sich-selbst","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/tus08senne1-fussball.de\/?p=1397","title":{"rendered":"Vorhaben nicht in die Tat umgesetzt &#8211; Waldbadexpress scheitert an sich selbst"},"content":{"rendered":"<p class=\"Text\">Es wurde viel geredet in der Trainingswoche vor dem Heimspiel gegen den TuS Dornberg, um die Fehler der Vorwochen anzusprechen und zu analysieren. Im Anschluss an die Einheit am Dienstag legte die Senner Elf gar eine Extraschicht an der Taktiktafel ein, um gemeinsam nach L\u00f6sungen und Verbesserungen zu suchen. Initiator war Spielf\u00fchrer Malte Gruner, der wahrlich keinen Monolog hielt, sondern alle Kicker aufforderte, sich mit einzubringen. Nach einem intensiven Austausch war man sich einig, wie man eine Chance sah, den favorisierten Gast in der heimischen bpi-Arena zu knacken. Die 90 Minuten auf dem Platz sollten aber zeigen, dass der Plan mit dieser Performance nicht aufgehen konnte.<\/p>\n<p class=\"Text\">Abseits der Fehleraufarbeitungsanalyse gaben drei gute und vor allem intensive Einheiten unter der Woche durchaus Grund zur Hoffnung, dass der Senner Elf im zweiten Heimspiel in Folge mehr gelinge k\u00f6nne, als in den Wochen zuvor. Hinzu kam, dass die Rahmenbedingungen einmal mehr ideal waren: Das gepflegte Gr\u00fcn zeigte sich von seiner besten Seite und die Temperaturen hielten sich mit knapp unter 20 Grad absolut im Rahmen &#8211; bestes Fu\u00dfballwetter! Bei der Aufstellung drehte das Trainer-Duo Wahsner\/Lyko erneut an einigen Stellschrauben. Vor dem Stamm-Keeper Felix Winkler bildeten Linksverteidiger Marcel Landgraf, das Innenverteidiger-Duo Massimo Zanghi und Stefan Dopheide, sowie Rechtsverteidiger Jan Gruner den Abwehr-Block. Rechtsau\u00dfen Cem-Beyer, das zentrale Duo Ole Gruner und Michel Dennin, sowie Bezirksliga-Deb\u00fctant Simon Czernia bildeten die Mittelfeld-Reihe. Im Sturm lauerten Kapit\u00e4n Malte Gruner und Timon Finger auf Ballverluste des Gegners und B\u00e4lle aus den eigenen Reihen.<\/p>\n<p class=\"Text\">Mit welcher Marschroute will man den Gast aus dem Bielefelder Westen zum Verzweifeln bringen? Wie sieht der Matchplan nach zuvor vier Niederlagen in Serie aus? Defensiv kompakt stehen, die Abst\u00e4nde zwischen den Mannschaftsteilen m\u00f6glichst gering halten, ab der Mittellinie zupacken und bei eigenem Ballgewinn schnell umschalten. Keine 180 Sekunden sind gespielt, da wird dieses Vorhaben mit der ersten gelungenen Aktion der G\u00e4ste nahezu \u00fcberrumpelt. Die kombinationsstarken Dornberger profitieren von einem Fehler im Senner Aufbauspiel, verlagern das Spiel auf die eigene linke Seite, ziehen mit hohem Tempo in Richtung Grundlinie, bringen den Ball flach vor das Senner Geh\u00e4use, wo Dornbergs Nr. 10 nur noch den Fu\u00df hinhalten muss, um das Leder zur fr\u00fchen F\u00fchrung \u00fcber die Linie zu dr\u00fccken &#8211; bitter!<\/p>\n<p class=\"Text\">Sennes Reaktion? Die ersten K\u00f6pfe gehen nach unten, die K\u00f6rpersprache zeigt bei einigen in blau gekleideten Kickern zun\u00e4chst deutlich, dass dieser Gegentreffer die Gedanken fliegen l\u00e4sst. Wie sollte man auf so einen Tiefschlag reagieren? Idealerweise mit Kampf! Es sind vor allem Ole Gruner und Marcel Landgraf, die mit robustem Einsteigen etliche Zweik\u00e4mpfe bestreiten und auch gewinnen. Hier und da gelingt ein erfolgreicher Tempogegensto\u00df \u00fcber R\u00fcckkehrer Simon Czernia, der dem Senner Spiel mit seiner Schnelligkeit und Robustheit in den Vorwochen schmerzlich fehlte. Es sind kleine Aktionen wie diese, an denen man sich auch in den kommenden Wochen gemeinsam hochziehen muss.<\/p>\n<p class=\"Text\">Auch wenn das fu\u00dfballerische Offensivfeuerwerk eher auf der Strecke bleibt, steht das defensive Grundger\u00fcst bis kurz vor der Halbzeit. Nat\u00fcrlich sind die G\u00e4ste feld\u00fcberlegen und treiben den Ball die meiste Zeit schnell und zielorientiert von A nach B und wieder zur\u00fcck, etwas wirklich Zwingendes springt bis zu Minute 42 dabei aber nicht heraus. Dann ist es erneut eine kleine Unaufmerksamkeit in der Senner Hintermannschaft, die leider den entscheidenen Ausschlag gibt. Dornbergs k\u00f6rperlich robuster Linksau\u00dfen erl\u00e4uft sich einen totgeglaubten Ball, wird im Anschluss bei seiner Flanke vor den Senner Kasten nicht gehindert und findet am zweiten Pfosten einen Abnehmer, der aus stark abseitsverd\u00e4chtiger Position zwischen drei (!) Senner Verteidigern unbedr\u00e4ngt zum 0:2 eink\u00f6pfen kann &#8211; das zweite Gegentor zum psychologisch ung\u00fcnstigen Zeitpunkt.<\/p>\n<p class=\"Text\">In der Halbzeitpause ergreifen erneut vereinzelt Spieler das Wort, um das Ruder im zweiten Abschnitt noch irgendwie rumzurei\u00dfen. Die defensiv kr\u00e4ftezehrende erste H\u00e4lfte sollte im Nachhinein aber ihren Tribut zollen. Das Steno ist schnell erz\u00e4hlt: Dem viel und oft geadelten Waldbadexpress sollte bis Minute 90 nicht eine nennenswerte Offensivaktion mehr gelingen. Stattdessen sind es die spielerisch cleveren G\u00e4ste, die nach dem Seitenwechsel Ball und Gegner laufen lassen. F\u00fcnf Minuten vor dem Ende der Partie netzt der TuS Dornberg mit der dritten echten Chance gleichzeitig zum dritten Mal ein. Wieder ist es ein mit viel Tempo vorgetragener Angriff \u00fcber links, wieder ist es eine halbhohe Flanke in das Zentrum und wieder muss der Abnehmer den Ball mit der Brust nur noch irgendwie \u00fcber die Linie stolpern &#8211; 0:3, der Deckel ist sp\u00e4testens jetzt endg\u00fcltig drauf. Rund sieben Zeigerumdrehungen sp\u00e4ter ist Schluss, die Senner Elf verliert auch Partie F\u00fcnf des \u201eAbenteuers Bezirksliga\u201c.<\/p>\n<p><span lang=\"EN-US\">Damit die Bezirksliga auch in der kommenden Spielzeit ein Bestandteil im Senner Seniorenfu\u00dfball bleibt, muss der Grundstein weiter in der harten Arbeit unter der Woche gelegt werden. Die guten Ans\u00e4tze, die durchaus zu erkennen waren, sind der erste Schritt in die richtige Richtung. Die positive Eigendynamik, die die Kommunikation untereinander hervorbringt, ist der n\u00e4chste Schritt in die richtige Richtung. Wir sind noch immer die Truppe, die Jungs, das Team, das in den letzten f\u00fcnf Jahren zwei Mal zusammen aufgestiegen und ein Mal knapp in der Relegation am Aufstieg gescheitert ist. All diese Erfahrungen haben uns gemeinsam reifen lassen und zusammengeschwei\u00dft. Wir ziehen uns nur gemeinsam, als Team, als un\u00fcberwindbare Einheit, als vertrauter und verschworener Haufen aus dem Sumpf, in dem wir gerade stecken. All den Worten m\u00fcssen Taten folgen, es z\u00e4hlen keine Ausreden mehr!<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es wurde viel geredet in der Trainingswoche vor dem Heimspiel gegen den TuS Dornberg, um die Fehler der Vorwochen anzusprechen und zu analysieren. 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