{"id":1380,"date":"2019-09-04T06:17:34","date_gmt":"2019-09-04T06:17:34","guid":{"rendered":"http:\/\/tus08senne1-fussball.de\/?p=1380"},"modified":"2019-09-04T06:17:34","modified_gmt":"2019-09-04T06:17:34","slug":"der-knoten-will-nicht-platzen-negativtrend-beim-waldbadexpress-haelt-an","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/tus08senne1-fussball.de\/?p=1380","title":{"rendered":"Der Knoten will nicht platzen &#8211; Negativtrend beim Waldbadexpress h\u00e4lt an"},"content":{"rendered":"<p class=\"Text\">Die Senner Elf hatte sich vor dem Heimspiel gegen die Zweitvertretung des SC Wiedenbr\u00fcck viel vorgenommen. Man war sich bewusst, dass die teils k\u00f6rperlose Gangart, das schwache Zweikampfverhalten und die fehlende Handlungsschnelligkeit aus der Vorwoche so nicht noch einmal abgerufen werden durfte, wolle man endlich die ersten Z\u00e4hler auf dem eigenen Punktekonto verbuchen. Gerade vor dem eigenen Publikum sollte mit dem bekannten, schnellen Offensivfu\u00dfball der bis dato schwache Saisonstart erst einmal vergessen gemacht werden.<\/p>\n<p class=\"Text\">So viel vorab: An den Rahmenbedingungen lag es jedenfalls nicht, dass unter\u2019m Strich eine herbe 2:5-Heimpleite gegen die Oberliga-Reserve aus Wiedenbr\u00fcck heraussprang. Nach der gut sechs Wochen andauernden Sperre des heiligen Rasens, durfte die Elf des Trainer-Duos Mike Wahsner und Christian Lyko endlich wieder auf das geliebte Gr\u00fcn. Diesbez\u00fcglich legte Greenkeeper Roland Landgraf am fr\u00fchen Freitagabend sogar eine kleine Extraschicht ein, um dem Spielfeld in der Festung bpi-Arena farblich den letzten Schliff zu verpassen. Danke an dieser Stelle, Roland!<\/p>\n<p class=\"Text\">Auch personell hatten die Senner Coaches wieder die ein oder andere Option mehr auf dem Zettel. Die Gruner-Br\u00fcder kehrten rechtzeitig aus dem Kurzurlaub zur\u00fcck, lediglich der verletzte Philipp Schlegel und der urlaubende Stefan Dopheide mussten ersetzt werden. So lief vor Sennes Nummer Eins, Felix Winkler, mit Rechtsverteidiger Ole Gruner, dem Innenverteidiger-Duo Henrik Eckseler und Malte Hawerkamp, sowie dem Linksverteidiger Jan Gruner abermals eine neu zusammengew\u00fcrfelte Hinterreihe auf. Im Zentrum sollten Frank Rott und Michel Dennin f\u00fcr kreative und ordnende Impulse sorgen, w\u00e4hrend Marcel Landgraf und Timon Finger die Au\u00dfenbahnen bemannten. Komplettiert wurde die Senner Elf von Kapit\u00e4n Malte Gruner und Cem Beyer in der Sturmspitze. Mit sechs zus\u00e4tzlichen Reservespielern darf man augenzwinkernd durchaus schon von einem kleinen \u201eLuxusproblem\u201c sprechen.<\/p>\n<p class=\"Text\">P\u00fcnktlich um 15 Uhr pfeift der durchweg gut leitenden Referee zum vierten Spieltag der Bezirksliga, Staffel 2 an. Der Druck, nun endlich punkten zu m\u00fcssen, ist insbesondere in den ersten zehn Minuten durchaus sp\u00fcr- und sichtbar. Die in ungewohntem wei\u00df-gelb gekleidete Senner Elf wirkt zu Beginn der Partie nicht wirklich sattelfest und bringt sich durch einfache Abspiel- und Konzentrationsfehler meist selbst in Bedr\u00e4ngnis. Wieder einmal d\u00fcrfen sich die zehn Akteure au\u00dferhalb des Sechszehners bei Schlussmann Winkler bedanken, dass man nach gut zehn Minuten nicht bereits einem R\u00fcckstand hinterherl\u00e4uft. Im Anschluss an die schwammige Anfangsphase rollt der Waldbadexpress jedoch immer besser an und verlagert das Spiel zusehends in die H\u00e4lfte der G\u00e4ste.<\/p>\n<p class=\"Text\">Einige gute Gegenst\u00f6\u00dfe und das steigende Selbstvertrauen in des eigene Spiel, m\u00fcnden in Minute 30 in die umjubelte Senner F\u00fchrung. Ein langer Schlag muss her, um den G\u00e4stekeeper zu zwingen, den Ball aus der eigenen Gefahrenzone zu bugsieren. Das runde Leder landet aus Wiedenbr\u00fccker Sicht jedoch direkt vor den F\u00fc\u00dfen von Rechtsau\u00dfen Finger, der gut 25 Meter vor dem gegnerischen Tor den Ball bekommt und in cleverer Manier den Wiedenbr\u00fccker Schlussmann geistesgegenw\u00e4rtig \u00fcberlupft. Der Ball wird lang und l\u00e4nger und schl\u00e4gt im Geh\u00e4use der G\u00e4ste ein &#8211; 1:0 Senne!<\/p>\n<p class=\"Text\">Man k\u00f6nnte meinen, dass so eine F\u00fchrung Ruhe in das eigene Spiel bringt und den Kopf nach den ganzen Negativereignissen der Vorwochen befreit &#8211; doch leider kommt es anders. Noch vor dem Halbzeitpfiff bestrafen die psychisch reiferen G\u00e4ste zwei Nachl\u00e4ssigkeiten in der Senner Hintermannschaft. Zun\u00e4chst ist es eine Flanke des starken Rechtsau\u00dfen, die mit viel Effet vor\u2019s Tor gezogen wird und am zweiten Pfosten einen Abnehmer findet, der unbedr\u00e4ngt zum 1:1-Ausgleich eink\u00f6pfen kann. Nur sechs Minuten sp\u00e4ter ist es ein Ballverlust im Senner Aufbauspiel, der Wiedenbr\u00fcck zu einem Konter einl\u00e4dt, an dessen Ende ein strammer Schuss genau in den Torgiebel steht. 1:2, Halbzeit.<\/p>\n<p class=\"Text\">In der Halbzeitansprache ist Chef-Trainer Wahsner erneut als Motivationsk\u00fcnstler gefragt, um die zu sinken drohenden K\u00f6pfe wieder aufzurichten. Dabei sollen vor allem zwei Spielerwechsel dem eigenen Spiel entgegenkommen: Sturm-Oldie Florian Helmke ersetzt den ungl\u00fccklich agierenden Cem Beyer in der Spitze und R\u00fcckkehrer Massimo Zanghi \u00fcbernimmt den Staffelstab von Frank Rott, um in der Zentrale in bekannter Zanghi-Manier \u201eaufzur\u00e4umen\u201c. Der Waldbadexpress schw\u00f6rt sich noch einmal ein, letzte Verbesserungsvorschl\u00e4ge werde besprochen, einige Stellschrauben werden ver\u00e4ndert, um den m\u00f6glichst R\u00fcckstand schnell zu egalisieren. Doch der eigene Plan, an die unter\u2019m Strich durchaus ordentliche erste H\u00e4lfte anzukn\u00fcpfen und fr\u00fch auf den Ausgleich zu pressen, wird nur neun Zeigerumdrehungen nach Wiederanpfiff mit dem Gegentreffer zum 1:3 zerst\u00f6rt. Ab diesem Zeitpunkt verspr\u00fchen weder die Akteure auf, noch die erneut zahlreich erschienen Schaulustigen neben dem Platz das Gef\u00fchl, dass eine erneute moralische Meisterleistung bevorsteht und das Spiel in eine andere Richtung lenken wird.<\/p>\n<p class=\"Text\">Zumal es fortan die G\u00e4ste sind, die den Waldbadexpress bis Minute 70 im eigenen Wohnzimmer mit einer taktischen und fu\u00dfballerischen \u00dcberlegenheit an die eigenen Grenzen bringt. Mit schn\u00f6rkellosem Spiel, einem stabilen Defensiv-Konstrukt und starkem defensiven Umschaltspiel, schraubt der SCW das Ergebnis mit ganz einfachen Mitteln auf 1:5 in die H\u00f6he. Lediglich Florian Helmke bleibt es verg\u00f6nnt, in seinem zweiten Einsatz seinen zweiten Treffer zu erzielen und in Minute 78. den 2:5-Endstand herzustellen und gleichzeitig Schadensbegrenzung zu betreiben.<\/p>\n<p class=\"Text\">Wieder einmal konnte man nichts von dem umsetzen, was man sich vorgenommen hat. Wieder einmal wirkte man zu naiv, um 90 Minuten Paroli bieten zu k\u00f6nnen. Wieder einmal wurden die einfachsten Fehler gnadenlos bestraft. Wie geht man mit so einer schwierigen Phase um? Was steht nun auf der Agenda? Die Fehler m\u00fcssen unter der Woche angesprochen, analysiert und aufgearbeitet werden, um schon am kommenden Sonntag den n\u00e4chsten Anlauf nehmen zu k\u00f6nnen. Mit dem TuS Dornberg kommt ein Schwergewicht der Staffel in die bpi-Arena, welches ohne Leidenschaft, Willen und Teamgeist nicht bespielt werden kann. Es muss ein Umdenken in den K\u00f6pfen jedes einzelnen stattfinden, um vor allem gedanklich in dieser Spielklasse anzukommen. Wir m\u00fcssen lernen, den Fu\u00dfball mehr und mehr zu arbeiten und nicht &#8211; wie in den vergangenen Spielzeiten &#8211; haupts\u00e4chlich zu zelebrieren. Jeder einzelne muss Verantwortung \u00fcbernehmen, um den Nebenmann, seinen Mitspieler und Freund, mitzurei\u00dfen. Denn: Wir sind nur dann stark, wenn wir als geschlossene Einheit agieren.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Senner Elf hatte sich vor dem Heimspiel gegen die Zweitvertretung des SC Wiedenbr\u00fcck viel vorgenommen. Man war sich bewusst, dass die teils k\u00f6rperlose Gangart, das schwache Zweikampfverhalten und die fehlende Handlungsschnelligkeit aus der Vorwoche so nicht noch einmal abgerufen werden durfte, wolle man endlich die ersten Z\u00e4hler auf dem eigenen Punktekonto verbuchen. 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