{"id":1360,"date":"2019-08-27T08:05:23","date_gmt":"2019-08-27T08:05:23","guid":{"rendered":"http:\/\/tus08senne1-fussball.de\/?p=1360"},"modified":"2019-08-27T08:05:23","modified_gmt":"2019-08-27T08:05:23","slug":"drei-spiele-null-punkte-waldbadexpress-steht-auf-der-stelle","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/tus08senne1-fussball.de\/?p=1360","title":{"rendered":"Drei Spiele, null Punkte &#8211; Waldbadexpress steht auf der Stelle"},"content":{"rendered":"<p class=\"Text\">Auch im dritten Anlauf konnte die junge Senner Elf nicht die erhofften ersten Z\u00e4hler auf dem eigenen Punktekonto verbuchen. Dabei waren die Vorzeichen bereits vor dem Ausw\u00e4rtsspiel beim TSV Oerlinghausen alles andere als positiv: Erneut galt es etliche urlaubs-, berufs-, studien- und verletzungsbedingte Ausf\u00e4lle zu kompensieren. Namen wie Simon Czernia, Matthes Schwabedissen, Malte, Jan und Ole Gruner, Gian-Luca Linstromberg oder auch Luka Marquardt kann einfach keine Senner Elf dieser Welt eins zu eins ersetzen. So konnte das wieder vollst\u00e4ndige Trainer-Duo Mike Wahsner und Christian Lyko am dritten Spieltag der Bezirksliga, Staffel 2, lediglich auf einen aus zw\u00f6lf Akteuren bestehenden Rumpfkader zur\u00fcckgreifen.<\/p>\n<p class=\"Text\">Im Tor der Senner Elf stand Neuzugang Felix Winkler, der mit Linksverteidiger Marcel Landgraf, dem Innenverteidiger-Duo bestehend aus Kapit\u00e4n Stefan Dopheide und Malte Hawerkamp, sowie Rechtsverteidiger Henrik Eckseler den defensiven Block bildete. Das 6er-Duo Frank Rott und Michel Dennin wurde von den Au\u00dfenspielern Dennis Ambrosius und Cem Beyer flankiert. In vorderster Front liefen mit Philipp Schlegel und Timon Finger zwei schnelle, abschlussstarke St\u00fcrmer auf, die die Abschlussschw\u00e4che der vergangenen beiden Spiele im Idealfall vergessen machen sollten.<\/p>\n<p class=\"Text\">Mit dem Wissen, dass die Personalsituation derzeit alles andere als rosig ist und dem gleichzeitigen Bewusstsein, dennoch so langsam die ersten Z\u00e4hler einfahren zu m\u00fcssen, um den Saisonstart nicht g\u00e4nzlich in den Sand zu setzen, wirkt der Waldbadexpress in der Anfangsviertelstunde wie paralysiert. Einfache Ballverluste, eine schwache Zweikampff\u00fchrung, keine Kommunikation auf dem Feld und \u00fcberhastete Aktionen lassen das Senner Spiel kurz nach Anpfiff ganz ganz schlecht aussehen.<\/p>\n<p class=\"Text\">Folgerichtig muss die Wahsner-Elf nach rund acht Minuten den ersten Nackensto\u00df hinnehmen. Ein Freisto\u00df der Gastgeber, der aus rund 25 Metern zentral mit einem strammen Schuss auf das Senner Geh\u00e4use abgefeuert wird, flattert dem TuS08-Schlussmann Winkler so ung\u00fcnstig an den F\u00e4usten vorbei, dass der Waldbadexpress fr\u00fch mit 1:0 in\u2019s Hintertreffen ger\u00e4t.<\/p>\n<p class=\"Text\">Zehn Zeigerumdrehungen sp\u00e4ter gilt es die n\u00e4chste Hiobsbotschaft zu verkraften. Als w\u00e4re die Personalsituation nicht eh schon bescheiden genug, knickt Philipp Schlegel in einer leicht un\u00fcbersichtlichen Zweikampfsituation so ung\u00fcnstig um, dass der linke Kn\u00f6chel direkt anschwillt und beim Senner St\u00fcrmer an\u2019s Weiterspielen nicht mehr zu denken ist. Rund 24 Stunden sp\u00e4ter best\u00e4tigten sich leider die schlimmsten Bef\u00fcrchtungen &#8211; Schlegel riss sich in dieser Situation das Au\u00dfenband und f\u00e4llt in den kommenden Wochen ebenfalls aus. Gute Besserung auch nochmal an dieser Stelle, Philipp! Schlegel wird von Senne\u2019s Sturm-Veteran Florian \u201eGoldfu\u00df\u201c Helmke ersetzt, der sich trotz anhaltender Probleme im Fu\u00dfgelenk einmal mehr vorbildlich in den Dienst der Mannschaft stellt.<\/p>\n<p class=\"Text\">Bei knapp \u00fcber 30 Grad kommt die erste Trinkpause aus Senner Sicht zur richtigen Zeit. In der rund einmin\u00fctigen Pause bem\u00e4ngelt Coach Wahsner die K\u00f6rpersprache, die trotz der allgemeinen Situation nicht der Liga w\u00fcrdig ist. Im Anschluss finden die ganz in blau gekleideten Kicker langsam aber sicher besser in\u2019s Spiel und gr\u00f6\u00dftenteils auch zu sich selber. Vorne weg ist Timon Finger zu nennen, der keinen Zweikampf scheut, starke Defensivarbeit leistet und viele B\u00e4lle gut festmacht. Bis zum Pausenpfiff ist es ein Spiel auf Augenh\u00f6he, in dem jedoch keine zwingende Aktion in Richtung der beiden Torh\u00fcter f\u00fcr Aufsehen sorgt.<\/p>\n<p class=\"Text\">In den zweiten 45 Minuten f\u00e4ngt die Senner Elf an, an sich selber zu glauben. Warum auch nicht? Schlie\u00dflich hat man das Fu\u00dfballspielen in der Sommerpause und der Vorbereitung auch nicht verlernt. Es gilt nur, das trainierte umzusetzen und die eigene spielerische St\u00e4rke auf den Platz zu bringen. Dennoch offenbaren die Hausherren mit einer einfachen Aktion eine DER aktuellen Schw\u00e4chen der Kicker vom Waldbad. Mitten in die erste erw\u00e4hnenswerte Drangphase der Senner Elf, spielt ein Oerlinghauser Mittelfeld-Akteur einen hohen Ball in den R\u00fccken der Hintermannschaft. Der schnelle TSV-St\u00fcrmer gewinnt auf halblinks zun\u00e4chst das Laufduell gegen Malte Hawerkamp, bringt den Ball dann scharf vor dem Senner Geh\u00e4use auf den zweiten Pfosten, wo ein Abnehmer den Ball nur noch in\u2019s Netz schieben muss &#8211; 0:2, Fu\u00dfball kann so einfach sein.<\/p>\n<p class=\"Text\">War\u2019s das schon? Wer die Senner Elf in den letzten Monaten und Jahren kennengelernt hat, wei\u00df, dass die starke Moral eine gro\u00dfe und entscheidende Rolle im eigenen Spiel spielen kann. So auch dieses Mal: Quasi im Gegenzug ist es Neuzugang und Rechtsau\u00dfen Cem Beyer, der es dieses Mal vor dem gegnerischen Schlussmann besser macht und den Ball mit dem Gl\u00fcck des T\u00fcchtigen \u00fcber die Linie dr\u00fcckt. Minute 57, Nur noch 1:2, Senne ist jetzt am Dr\u00fccker! Die Gastgeber zeigen sich durch den Anschlusstreffer verunsichert und beschr\u00e4nken sich fortan fast ausschlie\u00dflich auf lange B\u00e4lle aus der eigenen Defensive, um f\u00fcr Entlastung zu sorgen.<\/p>\n<p class=\"Text\">Eine Viertelstunde vor Schluss muss es erneut ein Mann richten, den man in den vergangenen Wochen auf dem Trainingsplatz und in der Kabine leider meist vergeblich gesucht hat. Florian \u201eGoldfu\u00df\u201c Helmke, der sich aufgrund seiner Probleme im Fu\u00df zun\u00e4chst einmal vom Waldbadexpress verabschiedet hat, aber dennoch immer Gewehr bei Fu\u00df steht, wenn er gebraucht wird, lauert nach einem Tempogegensto\u00df in Minute 73 in bester St\u00fcrmermanier im 16er des Gegners, bekommt den Ball serviert und vollendet mit einem punktgenauen Drehschuss in\u2019s lange Eck zum mittlerweile verdienten 2:2-Ausgleich.<\/p>\n<p class=\"Text\">Die Euphorie \u00fcber den Ausgleich und der Aufschwung nach dem zweiten Treffer halten aber nur kurz an &#8211; ganze 180 Sekunden. Mit einem Freisto\u00df aus dem linken Halbfeld kommen die Hausherren zun\u00e4chst in den Senner 16er, wo der Ball zwar erst gekl\u00e4rt wird, aber im Ping-Pong-Stil direkt zur\u00fcckkommt und erneut am langen Pfosten landet, an dem der gegnerische Angreifer den Ball per Kopf im kurzen Eck nur wenige Zentimeter \u00fcber die Linie dr\u00fccken muss. 2:3, Senne l\u00e4uft erneut einem R\u00fcckstand hinterher.<\/p>\n<p class=\"Text\">Es sind noch knapp 15 Minuten (+ X) auf der Uhr, in der sich die Kicker vom Waldbad in einem vom fu\u00dfballerischen Niveau zwar generell \u00fcberschaubaren Spiel, in Puncto moralischer Leistung aber zumindest mit einem Punkt belohnen k\u00f6nnen. Noch einmal wirft das letzte Senner Aufgebot alles in die Waagschale. Die letzten Versuche, die letzten langen B\u00e4lle in die Spitze, die letzten Angriffe rollen in Richtung Oerlinghauser Geh\u00e4use &#8211; leider ist am Ende der gut 95 gespielten Minuten keine Aktion mehr vom Erfolg gekr\u00f6nt. Es bleibt beim 2:3 aus Senner Sicht, es bleibt bei der knappen Niederlage.<\/p>\n<p class=\"Text\">Nach vielen Jahren in der Kreisliga, in der wir insbesondere aufgrund unserer harten Arbeit unter der Woche Sonntag f\u00fcr Sonntag meist von Erfolg verw\u00f6hnt waren, blickt man in der Bezirksliga jetzt einer anderen Realit\u00e4t in\u2019s Auge. Und die sieht wie folgt aus: Drei Spiele, null Punkte, 5:12 Tore, Tabellenletzter.\u00a0<\/p>\n<p class=\"Text\">Ein krasser Fehlstart? Jeder Au\u00dfenstehende w\u00fcrde das so unterschreiben. Und ja, auch wir sind ehrlich genug, um zu sagen, dass wir uns den Start in die neue Spielklasse durchaus anders vorgestellt haben. Aber eine Sache, die niemand mit uns teilt, die in der Betrachtung des bisherigen Saisonstarts aber essenziell ist, ist das Bewusstsein dar\u00fcber, die Situation richtig einzusch\u00e4tzen. Haltet uns f\u00fcr naiv, wenn wir sagen, dass wir unseren Weg weitergehen. Haltet uns f\u00fcr bedenkenlos, wenn wir sagen, dass wir uns nicht verr\u00fcckt machen lassen. Haltet uns f\u00fcr zu jung, wenn wir sagen, dass unsere Zeit kommen wird. Wir haben zu lange f\u00fcr das \u201eErlebnis Bezirksliga\u201c gearbeitet, als das wir es so einfach wieder herschenken w\u00fcrden. Wir haben zu lange gehofft, dem Senner Publikum auf dem heimischen Rasen Bezirksliga-Fu\u00dfball mit gro\u00dfem Spa\u00df und hoher Authentizit\u00e4t bieten zu k\u00f6nnen, als das wir nicht alle zur Verf\u00fcgung stehenden Mittel nutzen, um dies in die Realit\u00e4t umsetzen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p class=\"Text\">Liebe Sennerinnen und Senner, bleibt uns gewogen! Wir wissen eure Unterst\u00fctzung zu sch\u00e4tzen. Gebt uns die Zeit, die wir in dieser durchaus schwierigen Phase brauchen &#8211; wir werden es Euch auf unsere Art und Weise positiv zur\u00fcckzahlen!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Auch im dritten Anlauf konnte die junge Senner Elf nicht die erhofften ersten Z\u00e4hler auf dem eigenen Punktekonto verbuchen. Dabei waren die Vorzeichen bereits vor dem Ausw\u00e4rtsspiel beim TSV Oerlinghausen alles andere als positiv: Erneut galt es etliche urlaubs-, berufs-, studien- und verletzungsbedingte Ausf\u00e4lle zu kompensieren. 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